Daten und Fakten

Aufgrund seiner Kultur und der Tatsache, dass Spanisch die Amtssprache ist, gehört Mexiko zu den Staaten Lateinamerikas. Die Regionsbezeichnung "Lateinamerika" hat politisch-kulturellen Ursprung und umfasst alle Länder mit romanischen Sprachwurzeln (spanisch, portugiesisch und französisch). Geografisch ist Mexiko, im Gegensatz zu den meisten anderen Staaten Lateinamerikas, allerdings Teil des nordamerikanischen Kontinentes. Der größte Nachbar Mexikos (und der einzig nördlich gelegene) sind die USA. Im Osten ist das Land durch den Golf von Mexiko begrenzt, im Südosten von den mittelamerikanischen Staaten Belize und Guatemala und im Westen vom Pazifischen Ozean.

Mit dieser geografischen Lage und politisch-kulturellen Zuordnung stellt Mexiko ein spannendes und facettenreiches Reiseland dar. Es ist empfehlenswert, sich die Hintergrunddaten anzuschauen und sie zu vergleichen, um auch die sozialen und entwicklungspolitischen Begebenheiten besser zu verstehen.


Chico

Allgemeines

Offizieller Landesname: Estados Unidos Mexicanos - Vereinigte Mexikanische Staaten

Das Land wurde nach seiner Hauptstadt benannt, die aztekischen Aufzeichnungen nach um 1325 gegründet wurde.

Amtssprache: Spanisch

Außerdem sind 62 sogenannte "Nationalsprachen" seit 2006 offiziell anerkannt (größte Gruppen sind Náhuatl und Mayathan).

Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik, bestehend aus 31 Bundesstaaten

Seit der Staatsverfassung von 1917 wird alle 6 Jahre ein Staatspräsident gewählt. Im Dezember 2012 trat der Politiker Enrique Peña Nieto des Partido Revolucionario Institucional (Partei der Institutionellen Revolution) das Präsidentenamt an und ist als Regierungschef auch die Spitze der Exekutive. Außerdem ernennt er das Kabinett.

Bruttoinlandsprodukt: aktuell liegt das BIP pro Kopf bei knapp über 10.000 US-Dollar

In Deutschland ist diese Zahl vierfach höher. Dennoch zählt Mexiko zu den reicheren Ländern Lateinamerikas und hat einen hohen HDI (Human Developement Index), welcher den Wohlstand anhand von Daten zur Lebenserwartung, Einkommen, Säuglingssterblichkeit etc., angibt.

Flagge: Tricolore in grün-weiß-rot, senkrecht gestreift

Jede Farbe soll eine eigene Bedeutung haben, die jedoch verschieden ausgelegt wird, so steht Grün für Hoffnung oder Unabhängigkeit, Weiß für die katholische Religion oder für die (R)einheit und Rot für den Bezug zu Europa und den USA, für Heldenblut oder für die Kirche. Im weißen Feld befindet sich das Wappen Mexikos, ein Adler mit einer Schlange im Schnabel auf einem Kaktus.

Fläche: 1,97 Millionen km²

(ca. 5,5 mal so groß wie Deutschland), wobei die Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 3100 km mehr als 2,5 mal so groß ist wie die Ost-West-Ausdehnung.

Grenzen: zu den USA etwa 3000 km, zu Belize und Guatemala ca. 1000 km, Küstenlängen ca. 10.000 km

Einwohnerzahl: ca. 113 Millionen

Bevölkerungsdichte: 56,9 Einwohner pro km²

(Vergleich: in Deutschland kommen 230 Einwohner auf einen km² - allerdings hat Mexico City eine signifikant höhere Bevölkerungsdichte als Deutschlands bevölkerungsdichteste Stadt München)

Urbanisierung: wichtigste Städte sind Mexiko City (ca. 22 Mio. Einwohner), Guadalajara (ca. 5 Mio. Einwohner) und Monterrey (ca. 3 Mio. Einwohner)

Der Verstädterungsgrad liegt in Mexiko bei knapp 80% und somit etwas über dem weltweiten Durchschnitt.

Religionszugehörigkeit: vorwiegend katholisch

Fast 90% aller Mexikaner sind katholisch oder geben zumindest an, dieser Religion zuzugehören. Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Protestanten, in einigen Landesteilen liegt der Anteil sogar bei 10 %. Es handelt sich vor allem um Mitglieder der Anglikanischen Gemeinde und von verschiedenen evangelischen Freikirchen. Zu den religiösen Minderheiten gehören Juden, Muslime, Mennoniten und kleinere Naturreligionen.


Sierra Madre Occidental

Geografie

Wie bereits oben erwähnt, gehört Mexiko zu Nordamerika und man hört nicht selten Unmut heraus, wenn über die Norteamericanos (Nordamerikaner) gesprochen wird und damit nur US-Amerikaner gemeint sind, weil die USA sich den Kontinent ja mit Mexiko und Kanada teilen.

Landschaftlich kann man Mexiko in vier geografische Räumen einteilen: das Hochland, die Nordpazifische Region, die Golfküste und Südmexiko.

Das Hochland Mexikos macht flächenmäßig den größten Teil des Landes aus. Es wird von den Gebirgsketten Sierra Madre Occidental und Sierra Madre Oriental begrenzt. Die höchste Erhebung des Hochlandes (und ganz Mexikos) ist der Pico de Orizaba, ein noch aktiver Vulkan mit einer Höhe von 5600 m. Sein "kleiner Bruder", der Vulkan Popocatéptl, liegt gleich in der Nähe und kommt auf stolze 5452 m und ist ebenfalls aktiv (seit 1994). Der Großteil des Hochlandes liegt jedoch auf Höhen zwischen 1200 m und 2500 m über dem Meeresspiegel. Im Süden schließt sich die vulkanische Bergkette an das Hochland an und erstreckt sich durch das Tal von Mexiko zur Ostküste. Ausgenommen der Halbinsel Yucatan und bestimmter Küstenregionen, liegt Mexiko durchgängig auf über 200 Höhenmetern.


Popocatépetl

Erdbeben

Aus tektonischer Sicht ist Mexiko ebenso interessant, denn entlang der gesamten Westküste treffen die Nordamerikanische Platte und die Cocosplatte aufeinander und es kommt oft zu leichten, manchmal aber auch stärkeren Erdbeben. Die Cocosplatte „drückt“ in Ostrichtung auf die Noramerikanische Platte und schiebt sich unter diese. Das international bekannteste und wahrscheinlich auch folgenschwerste Erdbeben ereignete sich am 19.09.1985 in Mexiko Stadt. Mit einer Stärke von 8,1 zerstörte es große Teile von Mexico-City, über 2800 Gebäude wurden beschädigt und auch moderne Hochhäuser stürzten ein. Das Beben forderte mehr als 10.000 Menschenleben.


Strand Mexiko

Klima

Grob gesehen gibt es in Mexiko nicht vier Jahreszeiten wie bei uns, sondern nur zwei: die Trockenzeit und die Regenzeit. Die erstere beginnt gegen Ende Oktober und wechselt dann Ende April/Anfang Mai in die Regenzeit über. Der regnerischste Monat ist der August. Die Regenzeit kommt einher mit der atlantischen Hurrikansaison, die von Juni bis November andauert. Im Golf von Mexiko bilden sich immer wieder Wirbelstürme und können zum Teil verheerende Zerstörungen anrichten. Hurricanes entstehen in der Passatwindzone, wenn die Wassertemperatur min. 26,5 Grad beträgt und große Mengen an Wasserdampf aufsteigen. Einer der stärksten Atlantikstürme, der Hurrikan Wilma traf im Oktober 2005 auf die Halbinsel Yucatán und richtete nicht nur in Cancún große Schäden an.

Neben der Klimaänderungen durch die Jahreszeiten spielt auch die Höhenlage eine entscheidende Rolle. Üblich ist eine Einteilung in vier unterschiedliche Zonen: die heiße "Tierra caliente" bezeichnet das Tieflandgebiet. Dazu zählen die Küstenregionen und auch die Halbinsel Yucatán, die sich durch ein tropisch heiß-feuchtes Klima auszeichnet.

Die gemäßigte Zone nennt sich "Tierra templada" und umfasst Höhen von 800 m bis 1700 m. Die Jahresdurchschnittstemperatur bewegt sich hier zwischen 18 und 25 °C. Auch die wunderschöne Kolonialstadt Oaxaca befindet sich in dieser Zone. Der Unterschied zwischen der Tagestemperatur und der Nachttemperatur ist teilweise sehr groß.

In den kalten Gebieten, der "Tierra fria" erreichen die Durchschnittswerte nur 12 bis 18 °C. Ab einer Höhe von 1700 m spricht man von eben dieser kalten Zone, die bis zur Vegetationsgrenze reicht. Einige Kolonialstädte, sowie auch das Hochland von Chiapas zählen dazu.

Schließlich gibt es noch die kälteste Zone, die "Tierra helada" die nun über der Vegetationsgrenze (teilweise auf 4500 m Höhe liegt) und sich auf die schneebedeckten Vulkankuppen bezieht.

Generell gesagt, ist die beste Reisezeit ist von Oktober bis April. Die persönlichen Vorlieben und geplanten Aktivitäten geben allerdings auch bestimmte Zeiträume vor. Abenteuerurlauber und Raftingfans reisen lieber während der Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, denn während der Trockenzeit ist der Wasserpegel vieler Flüsse zu gering für Wassersport. Tierliebhaber haben gute Karten, wenn sie auf die Monate Juni bis August setzen. In dieser Zeit nähern sich Walhaie der Insel Holbox und es gibt die einmalige Gelegenheit, mit diesen Giganten, die sich von Plankton ernähren, zu schwimmen. Auf der Baja California hingegen kann man von Januar bis März Grauwale beobachten. Ein unvergessliches Ereignis ist sicherlich auch eine Begegnung mit Tausenden von Monarchfaltern. Diese migrieren in den Herbstmonaten September bis November aus dem Norden, also aus den USA und Kanada in die Sierra Nevada in Mexiko. Hier überwintern sie bis es in ihren Heimatgebieten wieder wärmer wird und flattern dann gegen Ende Februar zurück in den Norden.


Bettenhochburg Cáncun

Tourismus

Der Tourismussektor spielt eine bedeutende Rolle für die Wirtschaft Mexikos. Seit Jahren gehört Mexiko zu den Top 10 der beliebtesten Tourismusdestinationen der Welt, schaut man nur auf den amerikanischen Kontinent haben lediglich die USA mehr Besucher pro Jahr. Die Zahl der internationalen Touristen liegt bei etwa 23 Millionen pro Jahr, Tendenz steigend. Den größten Anteil machen US-amerikanische und kanadische Besucher aus, danach folgen wir Europäer und die Asiaten. Mittlerweile sind fast 2 Millionen Menschen in der Tourismusbranche tätig und der Sektor hat einen Anteil von mehr als 8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt.

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