Festivitäten

Fiesta in Mexiko

Die Lust am Feiern

El solitario mexicano ama las fiestas y las reuniones públicas. Todo es ocasión para reunirse. Cualquier pretexto es bueno para interrumpir la marcha del tiempo y celebrar con festejos y ceremonias hombres y acontecimientos.

(Der einsame Mexikaner liebt Feste und öffentliche Veranstaltungen. Alles dient als Grund für ein Zusammentreffen. Jede Ausrede ist willkommen, um den Lauf der Zeit zu unterbrechen und Menschen und Erfolge mit Zeremonien und Festen zu feiern.)

Der Essayist und Dichter Octavio Paz beschreibt treffend die mexikanische Lust am Feiern. Bei den "Fiestas Méxicanas", auf die er sich bezieht, dürfen Elemente wie Mariachis, Salsa, Merengue, Rancheras und der Klang von Marimbas nicht fehlen. Die Mexikaner sind bekannt für ihre Feierfreude, bei der Lebenslust, gute Laune und wohl auch ein Schuss Melancholie zusammenkommen. Gefeiert wird öffentlich und privat, Anlässe gibt es genug:


Die wichtigste öffentlichen Feierlichkeiten

Día de Los Santos Reyes / Heilige Drei Könige

6. Januar - Día de los Reyes Magos (Dreikönigstag)

Wie in fast allen hispanischen Ländern, wird auch in Mexiko dem Dreikönigstag besondere Beachtung beschenkt und vor allem Kinder freuen sich schon Tage vorher auf dieses Ereignis und schreiben eine Wunschliste an ihren Lieblingskönig Caspar, Melchior oder Balthasar, der ihnen dann Geschenke bringt.


Carneval Mexiko

Februar - Carnaval

Im Februar findet in ganz Mexiko der Karneval mit lauten Paraden, Tanz und großen Straßenfesten statt. Vor allem die farbenfrohen Faschingsumzüge in der Hafenstadt Veracruz an der Ostküste Mexikos sind berühmt. Zum Auftakt wird traditionell "el malhumor", die schlechte Laune, auf dem Hauptplatz verbrannt. Während der Faschingszeit steht bei Salsa, Samba und Merengue pure Heiterkeit und Freude auf der Tagesordnung. Die Krönung der Karnevalskönigin ist ein Highlight des neuntägigen Spektakels, genauso wie die Wahl des "rey feo" - des "hässlichen Königs".


Semana Santa / Ostern in Mexiko

März/April - Semana Santa (Osterwoche)

Die Tradition der Semana Santa (Heilige Woche vor Ostern) kam mit der Kolonialherrschaft der Spanier nach Mexiko und hat sich seitdem dort etabliert. Die gesamte Woche vor Ostern finden Prozessionen, Umzüge und Gottesdienste statt. Besonders eindrucksvoll, wenn auch umstritten, sind die teilweise grotesken und makabren Darstellungen des Leidenswegs Christi am Karfreitag, die ebenfalls als Prozession stattfinden.


Guelaguetza

Ende Juli - Fiesta de Guelaguetza in Oaxaca / spektakuläres Folklore Festival des Staates Oaxaca

Ein wahrlich sehenswertes Spektakel ist die "Fiesta de Guelaguetza", die jährlich an zwei aufeinanderfolgenden Montagen Ende Juli stattfindet. Oaxaca hat einen hohen Anteil an indigener Bevölkerung und genau diese steht während dieser Festlichkeiten im Mittelpunkt. Mit regionalen Tänzen und Trachtenvorführungen erhält man einen authentischen Einblick in die Kultur und das Erbe der indigenen Bevölkerung. Ursprünglich galt das Fest der Anbetung der Maisgöttin Centéotl und heute wird jährlich eine neue Repräsentantin der Maiskönigin gewählt, die eine traditionelle Tracht trägt und mit Kenntnissen über Oaxaca und sein kulturelles Erbe überzeugen muss. 


Unabhängigkeitstag in Mexiko

16. September - Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag)

Der Dia de la Independiencia beginnt mit Festivitäten am Vorabend, wenn der Präsident der Republik "Viva Mexico!" von der Terrasse des des Palacio Nacional am Zócalo in Mexico City ruft. Dieser Ausruf ist als "el grito" bekannt und wird zum Gedenken an den Unabhängigkeitsaufruf des katholischen Priesters Miguel Hidalgo jährlich gefeiert. Der Priester läutete 1810 in seinem Heimatdorf die Glocken der Kirche, um der Unterdrückung und Ausbeutung der Indios und Mestizen durch die Spanier ein Ende zu bereiten. Damit begann der Umschwung, der schließlich zur Unabhängigkeit Mexikos im Jahr 1821 führte. Gleichzeitig wurde der Plan für ein vereinigtes und religiös freies Mexiko eingeführt.


Dia de los Muertos

1./2. November - Día de Todos los Santos / Día de los Muertos (Allerheiligen/Tag der Toten)

In der Nacht des 1. auf den 2. November werden in ganz Mexiko die Toten geehrt. Dass die Mexikaner ein besonderes Verhältnis zum Tod haben, wird z.B. daran deutlich, dass man an Allerheiligen nicht etwa trauert, sondern sich liebevoll an die Verstorbenen erinnert und sie fröhlich und ausgelassen feiert. In der Gesellschaft wird der Tod nicht tabuisiert, sondern man begegnet ihm teilweise sogar mit Ironie und Belustigung. Am 1. November versammeln sich ganze Familien auf den Friedhöfen und legen kleine Wegweiser wie Blumen und kleine Geschenke auf den Weg, damit der Verstorbene später auch den Weg zu Familienfeier findet. Auch Altäre mit Dingen, die der Verstorbene gerne mochte sind üblich.

Dia de los Muertos

In der Nacht wird's bunt: mit Masken und Jahrmarktsstimmung geht es zu den Gräbern, wo gesungen, gebetet, gescherzt und gefeiert wird. Wer die Gelegenheit hat, an diesem besonderen Feiertag in Mexiko zu sein, sollte am Besten nach Mixquic bei Mexico City reisen, wo am Día de los Muertos der Tod besonders "lebhaft" und traditionell gefeiert wird. Auch Morelia und Oaxaca sind berühmt für die eindrucksvolle Folklore.


religiöser Feiertag in Mexiko

12.Dezember - Día de la Virgen de Guadalupe (Tag der Jungfrau Guadalupe)

Jährlich pilgern etwa 6 Millionen Mexikaner an diesem Tag nach Mexico City um in der Basílica de Santa María de Guadalupe die Nationalheilige zu feiern. Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte aller Mexikaner, die nicht pilgern können, dennoch einen der unzähligen Altäre, die zur Ehre der Jungfrau in katholischen Kirchen aufgebaut sind, besuchen und die Heilige um Gnade bitten und ihre Gebetsanliegen vor sie bringen.


Feliz Navidad

16. - 24. Dezember - Posadas und Nochebuena (Heiligabend)

Mit dem Beginn der Posadas am 16. Dezember fängt die eigentliche Weihnachtszeit in Mexiko an. Die Posadas stehen für die Herbergssuche von Maria und Josef für die Geburt ihres Kindes. Erwachsene und Kinder ziehen singend durch die Gegend und bitten bei Bekannten um Unterkunft, müssen jedoch zwei mal abgewiesen werden, genau wie Maria und Josef. Am Ende werden sie doch hineingebeten und es wird mit ponche (Früchtepunsch), tamales (gefüllter Maisteig), buñuelos (kleine Donuts) und piñatas gefeiert. Am Heiligabend gibt es traditionellerweise ein Abendessen, das aus regionalen Köstlichkeiten besteht. Wo eine Krippe aufgebaut ist, wird dann um Mitternacht das Christkind hineingelegt und erst danach erfolgt die Bescherung.


Private Gebräuche und Familienfeste

15. Geburtstag

Fiesta de 15 años - 15. Geburtstag

Ein besonders prägendes Erlebnis im Leben eines mexikanischen Mädchens ist der 15. Geburtstag, die sogenannte Quinceañera. Dieser Geburtstag ist der bedeutendste von allen und es wird der Übergang vom Mädchen zu Frau gefeiert. Oftmals ähnelt eine solche Feier, die schon mal mit 150 Gästen stattfinden kann, fast einer Hochzeitsfeier und die Quinceañera (das Geburtstagsfräulein) trägt ein üppiges Abendkleid. Gerne und oft wird dabei etwas prinzessinnenhaftes in Rosa gewählt. Ist die Familie katholisch, findet eine Messe in der Kirche statt, es gibt Geschenke und in einer Zeremonie tauscht das Mädchen ihre flachen Schuhe gegen High Heels aus.


Blumen

10. Mai - Día de la Madre

Nicht wie in Deutschland immer sonntags sondern mit festem Datum (damit es bloß keiner vergisst!) wird in Mexiko der Muttertag sehr feierlich begangen. Schon Wochen vor dem Festtag der Mütter werden in Schaufenstern geeignete Geschenke angeboten, Gutscheine für Schönheitsbehandlungen gibt es zu Sonderpreisen und der Verkauf von Grußkarten ist zu keinem anderen Festtag höher als zum Muttertag. Den ganzen Tag lang dreht sich alles um die Mutter, die auch von ihrem Ehemann Geschenke bekommt.


Viva Mexico

31. Dezember - Año Nuevo / Silvester und Neujahr

In Mexiko wird Silvester ähnlich wie in Deutschland gefeiert, dennoch gibt es einige interessante Bräuche, die in vielen Familien immer noch eingehalten werden und die das Jahresende zu etwas Besonderem machen. Aus Spanien stammt die Tradition, mit dem Läuten der Glocken um Mitternacht, jeweils eine von 12 Weintrauben zu essen. Mit jeder Traube wird ein Wunsch für das neue Jahr formuliert. Eine schöne Tradition, die die Geselligkeit und Gastfreundlichkeit der Mexikaner nur verdeutlicht, ist der "recalentado" am Neujahrsmorgen. Dabei werden Reste vom Essen am Vorabend wieder aufgewärmt und mit Freunden und Familie geteilt. Man munkelt sogar, dass dieses deftige Frühstück meist sogar besser schmeckt als das Abendessen.


Catchen Mexiko

Weitere interessante Bräuche, Aktivitäten und Feste gibt es zuhauf und viele haben ihren Ursprung in der Kolonialherrschaft der Spanier. Stierkämpfe sind bei Mexikanern beliebt, genauso wie Charreadas, also eine Art Rodeo. Auch die berühmte "Lucha Libre" (eine mit dem Wrestling verwandte Sportart) wird zum Spektakel. Zudem finden regionale Feste statt, wie z.B. der Tag des Schutzpatrons der Kirche bzw. des Ortes, der mit einer Art Jahrmarkt gefeiert wird, bei dem eine ganze Woche lang Umzüge und Tanzveranstaltungen dargeboten werden und zum Abschluss ein Feuerwerk gezündet wird.

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