Tequila-Kunde

Tequila-Die Stadt
Etwa 60 km nordwestlich von Guadalajara im Bundesstaat Jalisco liegt die kleine Stadt Tequila. Hier wird das berühmteste Nationalgetränk der Mexikaner seit dem 17. Jh. gebrannt. Der Name stammt wahrscheinlich von den Ticuila-Indianern die den Schnaps erfunden haben sollen. Auf den umliegenden Plantagen gedeihen unzählige der stahlblauen Agave tequiliana weber auf den lehmigen Böden besonders gut. Hier gibt es jede Menge Schnapsläden und natürlich Brennereien, die besucht werden können und verschiedenste Tequilasorten verkostet werden. Zu den bekantesten und ältesten Marken zählen "Cuervo", "Herradura" und "Sauza".

Tequila
Für die Gewinnung des mexikanischen Nationalgetränks wird das Herz der Agave ("piña") zerkleinert, gekocht und ausgepresst. Die Agave muss zuvor ein Alter von ca. acht Jahren erreichen bevor das bis zu 100 kg schwere Agavenherz verarbeitet werden kann. Die ausgepresste Maische durchläuft einen Gärungsprozess und wird anschließend doppelt destilliert. Der frisch gebrannte Tequila hat eine klare Farbe und ist sehr kräftig. Wird er noch dann in Eichenfässern gelagert verändert er seine Farbe und seinen Geschmack. Durch die Lagerung wird er dunkler und weicher im Geschmack. Tequila der zwischen 3 Monaten und einem Jahr gelagert wurde, erhält die Bezeichnung "Reposado", der ein bis drei Jahre gelagerte Tequila bekommt den Zusatz "Anejo".

Mezcal
Der stärkere Mezcal wird auch aus der Agavenpflanze, aber aus anderen Arten wie z.B. der "Agava angustifolia" gewonnen. Sein Geschmack ist rauer und bekannt wurde er vor allem durch den in der Pflanze lebenden Wurm, den "gusano de maguey", der mit in die Flasche kommt. Er soll den Geschmack des Mezcals vollenden und dient als Echtheitsbeweis.
Das Prost in Mexiko heisst übrigends: "Salud"

Pulque
Pulque, ein säuerlicher, weiß-schleimiger Most, wird z.B. aus der "Agava salmiana" gewonnen. Bevor der Blütenstamm aus der Pflanze wächst wir ihr das Herz herausgeschnitten und dann sammelt sich hier der Pflanzensaft ("agua miel" - Honigwasser) an. Morgens und abends wird dieser abgesaugt und nach der Fermentierung sollte man ihn nur frisch probieren, da er sehr schnell verdirbt. Früher war Pulque ein ritueller Trank der Azteken doch heutzutage ist er überwiegend billige Alkoholquelle der ärmeren Bevölkerung und auch die ehemals beliebten pulquerias findet man immer seltener.
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