Klettern

Die alpinistischen Hauptziele sind der 5286 m hohe Ixtaccihuatl (liegende Frau) und der mit 5700 m höchste Berg, der Pico de Orizaba.

Für die Besteigung dieser Berge sind selbständiges Gehen im Eis mit Steigeisen und Pickel erforderlich. Die Gipfel sind technisch jedoch nicht sehr schwierig. Die Besteigungen der Ixtaccihuatl und des Pico Orizaba sind wegen der großen Höhenunterschiede sehr anstrengend. Sie müssen einen gesunden und belastbaren Organismus haben, über eine gute körperliche Gesamtverfassung verfügen und eine gute Kondition darf nicht fehlen.

Vor Reiseantritt sollten Sie sich von Ihren Arzt durchchecken lassen.


Pico de Orizaba

Pico de Orizaba (5700 m) - Besteigung des höchsten Berges von Mittelamerika

Um auf den Pico de Orizaba zu gelangen, fährt man zunächst in das 2550 m hoch gelegene Dorf Tlachichuca, direkt am Fuße des Pico de Orizaba. Dort kann man z.B. im Hotel Gerar übernachten. Am nächsten Tag erfolgt der mehrstündige Aufstieg zur Piedra-Grande-Hütte in ca. 4250 m Höhe. Hier können Sie übernachten. Der Start zum Gipfel, am nächsten Morgen, erfolgt noch weit vor Sonnenaufgang. Bis zum Gipfel sind es gute 1500 Höhenmeter und der Weg führt über Schnee- und Gletscherflanken, die einen bis zu 35 Grad Anstieg aufweisen. Nach ca. 6-7 h ist es dann endlich geschafft, es geht nirgendwo höher. Je nach Wetterlage genießen Sie dann den traumhaften Rundblick.

Die Tour auf den Pico de Orizaba dauert mit An- und Abreise von Mexiko-Stadt vier Tage.


Iztaccíhuatl (5286 m)

Der Iztaccíhuatl (liegende Frau) mit 5286 m liegt etwa 50 km südöstlich von Mexico City innerhalb des größten Nationalparks Mexikos. Im Gegensatz zum benachbarten Popocatépetl handelt es sich beim Izta um einen erloschenen Vulkan, der seine typische Vulkangestalt durch Erosion bereits verloren hat. Das Gestein besteht aus geschichteter fester Lava und verschiedenen vulkanischen Gesteinsarten. Es ist der dritthöchste Berg Mexikos und der siebthöchste Nordamerikas.
 
Der Aufstieg ist anspruchsvoll und nur geübten Bergsteigern, mit Höhenerfahrung zu empfehlen. Je nach Route sollten Steigeisen/Pickel dabei sein.

Die Standardroute (Arista del Sol) führt rechts den Grat rauf und verläuft danach praktisch auf gleicher Höhe über Schneefelder, bis man zum Gipfel (Schneefeld) gelangt. Der Aufstieg zum blechernen Refugio führt über Geröllhalden und staubige Schutthänge.

Beim Aufstieg sieht man am Horizont immer wieder die umliegenden Vulkane: Pico de Orizaba, La Malinche, der Cofre de Perote und natürlich den benachbarten Popocatépetl. Bei klarer Sicht erkennt man unter sich die gigantische Stadt Mexiko City in seiner ganzen Ausdehnung. Empfehlenswert ist es, das riesige Lichtermeer nachts zu bewundern.

Den Ayoloco-Gletscher überquert man normalerweise auf der Arista del Sol-Route problemlos mit Wanderschuhen. Auf dem Ayoloco-Gletscher trifft die Route von der Ayoloco-Hütte mit der Arista del Sol zusammen. Wer diese Route wählt, benötigt Steigeisen.


La Malinche

Nationalpark La Malinche

Dieser Nationalpark befindet sich 35°km von der Stadt Puebla entfernt an der Grenze zum Bundesstaat Tlaxcala. Dort finden Sie den Vulkan La Malinche, dessen Spitze mehr als 4461 m über dem Meeresspiegel liegt. Auf seinem Gipfel herrscht ein kaltes und in den umliegenden Eichen- und Kiefernwäldern ein eher mildes Klima vor. Dieser Nationalpark ist aufgrund von Höhen bis zu 4460 m bestens zum Bergsteigen geeignet. Auch dort können Sie die märchenhafte Kombination aus üppiger Vegetation, felsigen Landstrichen und weiten Weiden betrachten. Auch die beiden, von Fremdenführern begleiteten Bergtouren werden Ihnen, nicht nur aufgrund der romantischen Übernachtung in einer Herberge, sicherlich angenehm in Erinnerung bleiben.


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