Chichen Itzá

Chichen Izta

Chichén Itza gehört mit Tulúm zu den meistbesuchten archäologischen Stätten Mexikos. Über die ersten Bewohner Chichén Itzás lassen sich keine genauen Angaben machen, da bisher nur wenige Datumsangaben entdeckt wurden. Die älteste stammt aus dem Jahr 842 und einigen Hypothesen zufolge soll Chichén Itzá zweimal bevölkert worden sein. Zuerst von den Itzá-Maya, die sich zwischen 455 und 495 unter ihrem Anführer Lakin Chan (auch Itzamná genannt) hier ansiedelten und es um 700 wieder verließen. Vor 1000 wurde die Stadt erneut besiedelt und einige Wissenschaftler glauben, dass es sich hierbei um Tolteken, aus dem mexikanischen Hochland handelte, andere tippen auf Chontal-(Putún) Maya. Spätestens um 1400 wurde es dann endgültig verlassen.

Chichen Itza

Wahrzeichen Chichén Itzás ist die Kukulkán Pyramide. Das architektonische Meisterwerk hat einen quadratischen Grundriss mit 55 m langen Seiten und ist ohne Tempelaufsatz 25 m hoch. Über 9 Etagen führen im 45 Grad Winkel steile Treppen mit 91 Stufen. Nach dem schwierigen Aufstieg wird man mit dem Ausblick über das riesige Areal belohnt. Im Süden erscheint die Kuppel des "Caracol" (Observatorium) und die Casa de las Monjas, der Ballspielplatz im Westen, im Norden der "Cenote sagrado" und der im Osten stehende "Templo de las Guerreros" zusammen mit der "Gruppe der Tausend Säulen".

In Chichen Itzá kann man jedes Jahr zur Frühlings-Tagundnachtgleiche ein Naturphänomen aus Schatten und Licht beobachten. Sobald das Sonnenlicht auf die Treppen der großen Pyramide des Kukulkán fällt, scheint es so, als würde ein Abbild der Serpiente Emplumada (gefiederte Schlange) die Treppen hinabsteigen.