Tulúm

Leguan in Tulum

55 km südlich von Playa del Carmen gelegen, gehören die Maya Ruinen von Tulúm zu den wichtigsten Kulturdenkmälern Mexikos. Fasziniernd in einmaliger Lage direkt über dem türkisblauen Meer war es früher ein wichtiger Maya-Seehafen und Handelszentrum. Die Stätte ist von einer 4 m hohen und 600 m langen Mauer umgeben und im Inneren befinden sich über 50 kleinere Tempel, Häuser- und Palastreste. Auf dem höchsten Punkt steht der Haupttempel "El Castillo". Tulúm war bei Ankunft der Spanier noch eine intakte Mayastätte und hatte seine Blütezeit um 1200-1400 n.Chr. Regelmäßig legten hier zur See fahrende Maya an, um z. B. mit Chicle oder wildem Honig zu handeln.

Im Jahr 1544 wurde Tulúm von den Spaniern erobert und von seinen Bewohner verlassen. Die Bauten Tulúms weisen Stilelemente verschiedener Epochen auf, sind jedoch nicht so reich verziert wie andere Stätten. Die Bauten sind meist einfach, niedrig und mit Flachdächern errichtet. Der meistverzierteste und wichtigste Tempelbau ist der Tempel der Malereien. Die Wandmalereien zeigen verschiedene Gottheiten, wie z.B. die Regen-, Mond- und Fruchtbarkeitsgöttel Ix Chel. Das Hauptbauwerk Tulúms ist "El Castillo" - das Schloß mit seiner erhöht liegenden Tempelpyramide, welches wohl zu den meistfotografiertesten Motiven Mexikos gehört.