Baja California

Baja California

Wer bizarre Landschaften liebt, dem dürfte die Baja California gefallen. Gigantische Kakteenwälder, zerklüftete Gebirgslandschaften und einsame Strände laden zu einer Reise ein. Die mexikanische Halbinsel, grenzt im Norden an die USA, an der Ostseite liegt der ruhige Kalifornische Golf wohingegen die Westseite vom wilden Pazifik beeinflusst wird. Eine Baja Reise lohnt sich von Mitte Dezember bis März - dann trifft man auf die riesigen Grauwale, welche sich im seichten Gewässer des Kalifornischen Golfs tummeln. An 3 Spots kann man auf Tuchfühlung mit diesen Kolossen gehen: Lópes Mateos, Laguna San Ignacio und die nördlichst gelegene Laguna Oje de Liebre.

Baja Ferries

Wie kommt man am besten auf die Baja California? Eine Fährfahrt von Topolobampo (bei Los Mochis) nach Pichilingue (bei La Paz) dauert eine Nacht. Wir empfehlen daher eine eigene Kabine auf der "Baja Ferries", damit Sie sich zwischen Abfahrt um 23 Uhr (Sonntag bis Freitag, Sa. keine Fährfahrt) und Ankunft am nächsten Morgen etwas ausruhen können. Sehr viel komfortabler ist ein Inlandsflug von Mexico City nach La Paz oder San José del Cabo.

Wer von seiner Baja California Reise wieder aufs Festland reist und z.B. noch den Kupfer Canyon besuchen möchte, muss für die Fährfahrt einen Reisetag einplanen. Denn von Montag bis Freitag startet die Fähre 14.30 Uhr und kommt um 20:30 an. Lediglich am Samstag fährt sie über Nacht (Abfahrt 23 Uhr, Ankunft 6 Uhr) und sonntags ist sie gar nicht unterwegs. Wem diese Fährfahrt zu lange dauert, kann auch direkt nach Los Mochis fliegen. Kleine Fluggesellschaften haben dieses Ziel im Programm.


Unterwegs auf der Baja California

Auf der Baja California selbst ist wohl der Mietwagen das beste Fortbewegungsmittel. Als Ausgangspunkt für eine Mietwagen Reise eignet sich San José del Cabo oder La Paz. Vor Ihnen liegt eine Vielzahl an verträumten Orten, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten. Gern möchten wir Sie auch einladen über unseren eigenen Road Trip auf der Baja California Halbinsel zu lesen


Los Cabos auf Baja California

Cabo San Lucas und San José del Cabo

Die beiden Kaps an der Südspitze der Baja California werden gerne zu einer einzigen Urlaubsregion zusammengefasst sind aber dennoch unterschiedlich und haben jeder für sich einiges zu bieten. In den letzten Jahren haben sich "Los Cabos" zu einem beliebten touristischen Ziel entwickelt und sind auch Anlegepunkt von internationalen Kreuzfahrtschiffen geworden. Sie gehören in die Reihe der größten Seebäder Mexikos, zu denen auch Acapulco, Puerto Vallerta und Cancún zählen. Los Cabos als Urlaubsgebiet ist deswegen so interessant, weil hier hohe Bergketten, wunderschöne Strände, tiefblaues und tosendes Meer und karge Sandwüsten aufeinandertreffen. Eindrucksvolle Felsformationen wie der Felsenbogen "El Arco", der an einen Drachen erinnert, der seinen Kopf ins Wasser taucht, prägen das Bild der rauen Küste. Hier treffen der kühle Pazifik und der warme Golf von Kalifornien (ein Nebenmeer des Pazifiks) zusammen.

An der südlichsten Spitze der Baja befindet sich die pulsierende Stadt Cabo San Lucas - hier ist immer etwas los, in den exklusiven Hotels, Läden und internationalen Restaurants kann schon mal vergessen, dass man sich in Mexiko befindet. Der Ort wurde als Touristenzentrum konzipiert und der Plan hat gefruchtet: eine starke kommerzielle Prägung und viele amerikanische Touristen sind das Ergebnis. Von dem kleinen Fischerdorf, das Cabo San Lucas einst war, ist nicht mehr viel zu erkennen. Für Aktivitäten ist Cabo San Lucas hingegen ein idealer Ausgangspunkt, Glasbodenboote nach Playa del Amor (schönster Strand der Region) legen hier ab und an. Auch Wassersportler kommen auf ihre Kosten, ob Wasserski, Tauchen, Kajak, Schnorcheln, Jetski, Segeln oder Surfen - es ist für jeden sicherlich das Passende dabei. Abends und Nachts laden die vielen Bars und Diskotheken dazu ein, den Tag bei Margaritas, Tequila oder Cerveza ausklingen zu lassen und bis in die Morgenstunden durchzutanzen.

Kirche in San Jose del Cabo

Die Kolonialstadt San José del Cabo ist für alle geeignet, die es beschaulicher mögen und auf Entspannung setzen. Die historische und traditionelle Stadt hat einen charmanten und ganz eigenen Stil. Früher als Piratennest berüchtigt, dann als Militärstützpunkt bekannt und heute als entspanntes, hübsches Städtchen beliebt - San José del Cabo hat eine spannende Entwicklung durchgemacht. Viele kleine Kunsthandwerkläden und Souvenirstände prägen das Straßenbild, der charmante Hauptplatz zieht Ruhesuchende an, die sich von einem Stadtspaziergang - der auf jeden Fall zu empfehlen ist - erholen möchten. In San José del Cabo kommen auch Kunstkenner auf ihre Kosten. Im Künstlerviertel befinden sich viele Galerien mit zeitgenössischen Bildern und Kunstwerken. Ein Geheimtipp ist das Biosphärenreservat Estero San José, das etwas außerhalb der Stadt liegt. Vogelbeobachter treffen hier auf eine große Artenvielfalt von Wasservögeln wie z.B. Fregattvögel, Nachtreiher, Blesshühner, Silber- und Seidenreiher und viele mehr. Auch der Fischadler kann mit etwas Glück beobachtet werden.

Die beiden so unterschiedlichen Städte werden durch den sogenannten "corredor del oro" (Goldkorridor) verbunden. Auf einer Strecke von 20 km Länge befinden sich traumhafte Strände, sagenhafte Golfplätze und luxuriöse Fünf-Sterne Hotels und Seebäder. Hier besitzen nationale und internationale Berühmtheiten großzügige Grundstücke und Ferienresidenzen.


Todos Santos Kuenstlerdorf, Pueblo Magico

Todos Santos

Das kleine Oasenstädtchen Todos Santos gehört seit 2006 zu den sogenannten "Pueblos Mágicos" (Magischen Dörfer) Mexikos und ist der einzige Ort auf der gesamten Baja dem dieser Titel gebürt. Mit nur 5000 Einwohnern ist das Städtchen überschaubar und eher ruhig. Es liegt in Küstennähe, wo die Sierra de la Laguna Gebirgskette auf Wüstengebiet trifft - diese geographische Lage ermöglicht ein besonders mildes Klima im Sommer und im Winter. Der Ort wurde im Jahr 1724 von Missionaren gegründet und war später im 19. und 20. Jahrhundert wegen der dort ansässigen Zuckerproduktion wichtig. Die einhundert Jahre des Zuckeranbaus haben großen Reichtum gebracht, der sich in einigen bis heute erhaltenen Kolonialbauten bemerkbar macht. Viele dieser schönen Häuser wurden jedoch in Folge der Dürre, die dem Zuckeranbau ein Ende bereitete, verlassen und stehen heute in Ruinen.

Insgesamt handelt es sich aber um ein fruchtbares, ja fast oasengleiches Gebiet, wo Mangos, Papayas und Avocados angebaut werden.

In der Stadt sieht man viele Galerien mit regionaler Kunst, schöne Cafés und ursprüngliche Restaurants. Auch die umliegenden Strände sind einen Besuch wert und laden zum Schwimmen und Entspannen ein. Für Wassersportler bietet die Bucht, die unter Naturschutz steht, zahlreiche Möglichkeiten zum Schnorcheln, Schwimmen, Segeln, Kajak und Tauchen.


La Paz

La Paz

La Paz ist die Hauptstadt des Staates Baja California Sur. Mit ihren rund 215.000 Einwohnern ist sie vergleichsweise klein, aber auch gerade deswegen so charmant. Nach der Ankunft in La Paz spaziert man erst mal am Malecón, der Hafenpromenade entlang. Am Abend bekommt man hier die tollsten Sonnenuntergänge zu sehen. La Paz ist weitaus entspannter als der sehr touristische Korridor, der von Los Cabos bis nach San José del Cabo verläuft. Hier gibt es zwar auch viele Hotels und Restaurants, aber eben nicht die Masse. Für einen reinen Badeurlaub bietet sich La Paz hingegen nicht an. Die Strände liegen etwas außerhalb und sind eher für einen langen Strandspaziergang geeignet. Wer eine Nacht länger in La Paz verweilt, macht einen Bootsausflug zur vorgelagerten Insel Espiritu Santo. Es erwartet einem eine unbewohnte Insel, vulkanischen Ursprungs mit einer faszinierenden Vegetation. So kann man z.b. auf Tuchfüllung mit Seelöwen gehen. Auch für Wassersportler ist die Region ein Paradies. Taucher erfreuen sich an den beliebten Tauchspots um die Stadt herum und auch Sportangler kommen auf ihre Kosten.

La Paz hat einen internationalen Flughafen und mit der Baja Ferries (Fähre) kommt man auf das mexikanische Festland.


Grauwal in Lopez Mateos

López Mateos

Weiter geht es von La Paz Richtung Tijuana in den Norden. Immer der MEX 1 entlang, kommt man in das weniger beschauliche Ciudad Insurgentes. Auf einer kleinen Nebenstraße geht es dann zur Pazifikküste, nach López Mateos, ein Ausgangspunkt für Waltouren zwischen Dezember und März. Vor Ort mietet man sich bei den Fischern in eine Bootstour ein (verhandeln nicht vergessen) und raus geht es in die Bucht. Die Tiere kommen sehr nah ans Boot ran und es ist ein Erlebnis, welches man so schnell nicht vergisst.


Loreto

Loreto

Der nächste charmante Ort für eine Übernachtung auf der Baja Halbinsel ist Loreto am Kalifornischen Golf. Loreto wurde vom Jesuitenpfarrer Juan Maria de Salvatierra 1697 gegründet. Mit ihm kam die erste Mission auf die Baja California. Als Zentrum der Missionierung war es einst die Hauptstadt der Baja, bis 1829 ein Wirbelsturm die Stadt zerstörte. Ein neuer Aufbau wäre zu mühselig gewesen, daher wurde La Paz neue Hauptstadt. Glücklichweise überstand die hübsche Kirche auf dem Hauptplatz den Sturm. Sie bildet das Zentrum der Ortschaft. Weiter geht es zum kleinen Malecón. Von hier empfiehlt sich am nächsten Morgen eine Bootstour zur Isla Coronado. Neben Delfinschwärmen, Vogelkolonien, Seelöwen und Co. gibt es hier blütend weiße Badestrände. Ein anderes schönes Fotomotiv ist die Mission Xavier, in den Bergen der Sierra Giganta. Sie gilt als schönste in der Region Baja California.

Bahia Concepcion

Tipp Bahía Concepción!

Diese schöne Bucht mit blauem, spiegelglattem Meer liegt 80 km nördlich von Loreto. Hier findet man die schönsten öffentlichen Strände (playas públicas) und Camper-Standplätze. Die traumhafte Bucht mit seinen vorgelagerten Inseln und weißen Sandstränden ist glücklichweise ein Meeresschutzgebiet. Somit ist der Lebensraum der dort ansässigen Blaufußtölpel, Braunpelikane und Prachtfregattvögel sowie für Wale und Delfine gesichert.

Missionskirche in Mulege

Fährt man entlang der MEX 1 Richtung San Ignacio streift man die verträumte Ortschaft Mulege. Ein kurzer Stopp lohnt sich an der Missionskirche. Sie liegt auf einem Hügel und von hier geniesst man einen tollen Blick über die Oase, durch die sich ein kleiner Fluss schlängelt. Das tropische Klima mit den warmen Wintern tut sein Übriges zum landwirtschaftlichen Reichtum. Datteln, Feigen, Zitrusfrüchte und Oliven wachsen hier zu Hauf.


Santa Rosalia

Santa Rosalia

Eine französische Bergwerksgesellschaft gründete das Dorf um 1885 zum Abbau von Kupfererzen. Beim Anblick der alten Gebäude mit hölzernen Balkonen und breiten Veranden auf der "Mesa Francesca" fühlt man sich ein wenig in das koloniale Frankreich versetzt, und tatsächlich errichteten hier die Franzosen aus Fertigteilen eine von Gustave Eiffel für die Weltausstellung 1889 entworfene Metall-Kirche, die per Schiff nach einer längeren Odyssee via Afrika nach Mexiko verfrachtet wurde. Darüber hinaus ist die 12.000 Einwohner Stadt jedoch nicht weiter spannend. Man mag sie lieber schnell durchfahren, da die mittlerweile geschlossenen Fabrikanlagen immer mehr verfallenen und das Stadtbild von der Hochseefischerei geprägt ist. Wem die glanzvolle Geschichte des Kupfer-Abbaus interessiert, der besucht das Museo Histórico Minero.


Oase San Ignacio

San Ignacio

Wie eine Fatamorgana erhebt sich die grüne Palmenoase San Ignacio in der sonst eher  trockenen und lebensfeindlichen Wüste. Tausende Dattelpalmen, Feigen- und Orangenbäume gedeihen entlang eines Flusses, der nur hier an die Oberfläche tritt. San Ignacio wurde 1728 von Jesuiten als Mission gegründet, um die dort lebenden Cochimí-Indianer zu bekehren. Alte Adobe-Häuser bestimmen das Dorfbild. An der schattigen Plaza steht die imposante Missionskirche, die wegen ihrer Barockfassade zu den eindrucksvollsten Bauten kolonialer Architektur auf der Baja zählt.

Felsmalerei Sierra San Francisco

Etwa 75 km nördlich von San Ignacio gibt es in der Felslandschaft der Sierra San Francisco in Höhlen und unter Felsüberhängen zahlreiche prähistorische Felsmalereieen, Darstellungen von Menschen, Tieren und abstrakten magischen Zeichen. Die zumeist in schwarz und rot gemalten Bilder der unbekannten Baja Frühkultur sind mehrere tausend Jahre alt und wurden durch das trockene Klima hervorragend konserviert und zählen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Guererro Negro

Guerrero Negro

Bewegt man sich von San Ignacio in nördlicher Richtung, gelangt man nach Guerrero Negro. Der Name der Stadt bedeutet übersetzt "Schwarzer Krieger" - diesen Namen hat die Stadt von dem amerikanischen Schiff Black Warrior, das hier 1885 versank, weil es mit Walöl überladen war. Die Stadt grenzt an das Biosphärenreservat El Vizcaíno an. Außerdem ist Guerrero Negro der perfekte Ausgangspunkt, um zum Parque Nacional de la Ballena Gris (Grauwal-Nationalpark) zu gelangen. Zwischen Januar und März ist hier Hochsaison und große Mengen an Schaulustigen unternehmen Ausflüge zu der Lagune Ojo de Liebre, wo die Meeressäuger beobachtet werden können. Jährlich suchen die Wale diese Lagune auf, um dort zu kalben und lassen sich bei ihren Aktivitäten im Wasser nicht von Zuschauern stören. Gerade dieser Waltourismus ist von großer wirtschaftlicher Wichtigkeit für den Ort, aber auch die kommerzielle Salzgewinnung. Rund um die Stadt befinden sich große Verdunstungsbecken, in die das höchst salzhaltige Wasser der Lagune eingeleitet wird. Innerhalb von nur drei Monaten verdunstet das Wasser und zurück bleibt das pure, auskristallisierte Salz. Mit riesigen Planierraupen wird das Salz, das die Landschaft in ein schneegleiches Weiß hüllt, zusammengeschoben und im Anschluss zum Reinigen und Verpacken wegtransportiert.

Die salzreiche Lagune ist ein faszinierendes Ökosystem, das Heimat für viele Vögel ist. Mehr als 35 Brutvogelarten sind hier zu finden, hinzu kommen noch mal etwa doppelt so viele Überwinterer und Vögel, die durchziehen. Botanisch Interessierte werden über die gigantischen Cirio- oder Boojumpflanzen staunen, die bis zu 500 Jahre alt werden können. Auch Cardón-Kakteen sind hier zu finden. Sie sind wahre Überlebenskünstler, die durch Wasserspeicherung die dürre Wüste zu ihrem Lebensraum machen. Die genannten Pflanzen sind nur auf der Baja California vorzufinden.

Guerrero Negro markiert den Übergang von dem Bundesstaat Baja California Sur zum Bundesstaat Baja California Norte.


Walhaie in der Bahia de Los Angeles

Bahía de los Angeles

Die wunderschöne Bucht (zu deutsch "Bucht der Engel") erstreckt sich entlang der Ostküste der Baja California. Um dorthin zu gelangen, muss die Haupstraße "Carretera Federal 1" verlassen werden - aber dieser kleine "Umweg" wird sich auf jeden Fall lohnen, und zwar nicht erst bei Ankunft in der Bahía, sondern schon auf dem Weg dorthin. Sie fahren durch wunderschöne Cirios-Tal, wo Ihnen Elefantenbäume und Riesenkakteen, die wie Monumente in die Höhe ragen, begegnen. An der Küste angekommen, bietet sich Ihnen ein atemberaubendes Panorama und ein herrliches Farbenspektrum von Ockertönen der Landschaft und Blautönen des Wassers und des Meeres eröffnet sich vor Ihnen. Der Golf von Kalifornien zeigt sich hier von seiner schönsten Seite.

Bahía de los Angeles ist der perfekte Ort, um Tiere zu beobachten, fischen zu gehen (Fangfische sind u.a. Seebarsch, Goldbrasse und Makrele) oder per Boot die vorgelagerten Inseln zu erkunden. Bei den Bootstouren können Wale, Delfine, Hammer- und Tigerhaie gesichtet werden. Mit etwas Glück können Sie auch Walhaie (die größten Fische der Gegenwart, die bis zu 20 m lang werden) sichten.

Im Ort können Sie nach Lust und Laune schlendern und das maritime Flair genießen, in den Restaurants den Gaumen verwöhnen lassen, Andenken kaufen oder das Natur- und Kulturmuseum besuchen, welches unter anderem Mammut- und Walknochen ausstellt, außerdem sehen Sie viele Alltags- und Kunstgegenstände der Pai-pai Indianer.


Catavina Umgebung

Cataviña

So klein und unbedeutsam Cataviña auf der Landkarte erscheinen mag, ist es viel mehr als nur einen kleinen Zwischenstopp zum Tanken wert (Ihr Halt sollte jedoch aufgrund der kilometerlangen Wüstenstrecke, die danach folgt, auf alle Fälle auch dafür genutzt werden!). Rund um Cataviña herum befindet sich die berühmte Desierto Central de Baja California - die Cataviña-Wüste, die zum größten Teil unter Naturschutz steht. Hunderte von verschiedenen Kakteenarten sind hier beheimatet, viele von ihnen sind endemisch. Diese Eigenschaft, also das alleinige Vorkommen auf der Baja, haben die Kakteen mit den knorrigen und bizarren Elefantenbäumen gemeinsam. Die große Artenvielfalt macht einen Blick in einen ausführlichen Pflanzenführer lohnenswert. Ausflüge in den Nationalpark sollten früh angetreten werden, weil die Hitze in den Mittags- und Nachmittagsstunden am größten ist. Außerdem sind besonders die Monate zwischen September und Mai für größere Wanderungen geeignet, im Sommer werden die Temperaturen zum Teil unerträglich.


Ensenada

Die Küstenstadt Ensenada ist die drittgrößte Stadt der Baja und befindet sich nur etwa eine Stunde von Tijuana entfernt. Wegen ihrer Nähe zur US-amerikanisch-mexikanischen Grenze stammt ein bedeutender Teil der Einwohner aus den USA.

Vor allem für Weinliebhaber kann Ensenada ein interessanter Anlaufpunkt sein. In der näheren Umgebung gibt es 6 Weingüter, unter anderem auch die größte Weinkellerei Mexikos, die "Bodegas Santo Tomás", die man besichtigen kann und in der Wein verkostet wird.

Ensenada besitzt einen Hafen, der ab 1870, der Zeit der Goldfunde in der näheren Umgebung, an Bedeutung gewann und dazu verhalf, dass Ensenada sich zu einer dynamischen und wohlhabenden Stadt entwickelte. Im Jahr 1882 wurde Ensenada sogar zur Hauptstadt der Baja California, musste diesen Titel jedoch im Jahr 1915 an Mexicali abgeben. In dieser Zeit nahm die Bevökerungszahl aufgrund der mexikanischen Revolution drastisch ab. Ab 1920 blühte Ensenada jedoch wieder auf und der Tourismus wurde von dem Alkoholverbot in den USA begünstigt. US-Amerikaner strömten in Scharen nach Ensenada, um ihre Alkoholvorräte aufzufüllen und gleichzeitig Urlaub in der wunderschönen Bucht zu machen. So entstanden Hotels und Badeorte und auch berühmte Persönlichkeiten und internationale Künstler entdeckten den Ort für sich.

Regelmäßig legen in Ensenada Kreuzfahrtschiffe an, vor allem aus Los Angeles und anderen Städten Kaliforniens und bringen Tagestouristen in den Ort.

Gerne wird hier Wassersport betrieben und zahlreiche Surf-Turniere und Regattas werden in Ensenada ausgetragen. Auch hier können zwischen November und März Grauwale beobachtet werden und mit etwas Glück auch Delfine.


Tijuana

Tijuana ist wohl eine der berühmtesten Grenzstädte überhaupt, liegt es nur 23 km vom Stadtzentrum des US-amerikanischen San Diego entfernt. Der Grenzübergang in Tijuana ist häufig überlastet und lange Staus erwarten die Grenzüberquerer, vor allem diejenigen, die von mexikanischer Seite in die USA reisen möchten. Wie Ensenada ist auch Tijuana vor allem seit den 1920er Jahren für Besucher aus Kanada und den USA interessant geworden, als die Prohibition jeglichen Alkoholkonsum verbot und Tausende von Amerikanern auf der Suche nach Spaß und Unterhaltung über die Grenze strömten, in die nahegelegenen Städte, die prompt luxuriöse Casinos, Diskotheken und Bars anboten.

Tijuana kann als End- oder Anfangspunkt einer Baja California Rundreise dienen, wird aber von einigen Reisenden bevorzugt weggelassen. In Tijuana treffen die "guten" und die "schlechten" Seiten aufeinander. Neben der erwähnten bunten Szene ist Tijuana auch für viele historische Stätten und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten bekannt, aber auch für Prostitution und Drogenhandel und -schmuggel.

 

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