Baja California

Baja California

Die Halbinsel Baja California ist 1300 km lang (also länger als der Italiensche Stiefel) und zwischen 45 und 170 km breit. Vor Millionen von Jahren brach sie vom östlichen Festland ab und driftete nach Westen und sie bewegt sich heute noch rund 7 cm im Jahr. Sie ist Mexikos größter Wellenbrecher, gegen den tobenden Pazifik. Die östliche Seite ist jedoch ruhig und spiegelglatt und von vielen Inseln besät. Die kalte und nährstoffreiche Tiefenströmung macht den Kalifornischen Golf zum fischreichsten Gewässer Mexikos. Die Halbinsel verbirgt eine bizarre Landschaft mit endlosen Kakteen- und Sukkulentenwäldern, menschenleeren Stränden, trockenen Flussläufen, grünen Palmenoasen und einer canyonzerfurchteten Bergkette, die sich durch die ganze Länge der Halbinsel hindurch zieht.

Baja California

Die beste Reisezeit für Baja California ist Februar und März, mit viel Grün und blühenden Kakteen. Im April hingegen ist es schon zu heiß und auch die Grauwale sind schon wieder weg. Denn die Attraktion ist das Beobachten von Grauwalen (ballena gris). An der Westküste hat man von Januar bis März das Glück, an 3 Stellen auf der Halbinsel die riesigen Säugetiere in freier Wildbahn zu sehen. Zum einem an der Bahía Magdalena, an der Laguna San Ignacio und im Parque Natural de Ballena Gris im Ort Guerrero Negro.

Anreise: Auf die Baja California gelangt man vom Festland mit Fährschiffen, die von Mazatlán und Topolobampo (Los Mochis) nach Pichilingue (La Paz) fahren. Außerdem verkehren Fähren zwischen Guaymas und Santa Rosalía, schneller geht es jedoch mit dem Flugzeug.


Von La Paz bis zur Südspitze

La Paz

La Paz

La Paz (Deutsch: der Friede) wurde 1535 von Hernán Cortez gegründet und ist seit 1829 die Hauptstadt des Bundesstaates Baja California Sur (Südliches Niederkalifornien). La Paz glänzt mit schönen, ruhigen Stränden, wunderbaren Restaurants, Läden, die zollfreie Waren verkaufen und ausgezeichneten Tauch- und Sportangelangeboten.

Die Hafenstadt liegt zwischen Hügeln voller Kakteen und der zauberhaften Bucht "Bahía de la Plaza", der größten Bucht der westlichen Seite des Golf von Kalifornien. Die Architektur von La Paz ist charmant und typisch, doch der Hauptreiz liegt in der inneren Ruhe.


Todos Santos Kuenstlerdorf, Pueblo Magico

Todos Santos

Todos Santos ist ein kleines Dorf mit vielen Galerien, welche Bilder von Künstlern aus der Region ausstellen, gemütlichen Cafes und Restaurants und wenig Tourismus. In der Nähe liegen die Strände San Pedro und Playa de las Palmas, eine schöne, unter Naturschutz stehende Bucht zum Schwimmen.


Los Cabos auf Baja California

Los Cabos

"Los Cabos - die Kaps", so nennt man die beiden Orte San José del Cabo und Cabo San Lucas an der Südspitze der Baja California. Es ist seit nunmehr zehn Jahren, das am schnellsten wachsende Urlaubsgebiet in Mexiko, das ca. 30.000 Besucher im Monat willkommen heißt.

Das Gebiet von Los Cabos lässt sich in drei verschiedene Regionen einteilen. Die Stadt San Jose del Cabo, aus der Kolonialzeit, hat ihren eigenen Stil. Voll des Zaubers der Vergangenheit, bewachsen mit reichlich Mango-, Avocado- und Orangenbäumen. Zwanzig Kilometer weiter südlich erstreckt sich Cabo San Lucas ein künstlich geplantes, kommerzielles Touristen-Mega-Projekt. Hier werden Sie beeindruckende Fischereiflotten und Boote zum Mieten finden. Unbedingt einen Bootsausflug wert ist die Kapspitze Finisterra mit dem berühmten Felsenbogen "El Arco", dabei fährt man auch an dem von Felsengestein eingezwängten Strand Playa del Amor vorbei. Außerdem fahren Glasboden-Boote zum Arco, denn dort kann man wunderschöne bunte Fische tummeln sehen. Im Verbindungskorridor zwischen diesen beiden Städten befinden sich sagenhafte Strände, Golfplätze von Meisterschaftsqualität und Fünf-Sterne Hotels und -Seebäder von Weltklasse.

Noch eine Vorab-Entscheidungshilfe bezüglich der beiden Cabos: San José del Cabo ist vorzuziehen, wenn Sie es beschaulicher mögen!


Los Barriles

Das östliche Kap (Los Barriles), das am Ufer der Bucht "Bahia de Palmas", nur 104 km südlich von La Paz und 80 km von San José del Cabo entfernt liegt, entwickelt sich schnell zum beliebtesten Kap für Sportangler aus der ganzen Welt. Ein Fischerdorf, mit 3000 Einwohnern, mit hübschen Hotels, Restaurants, Cafes, Märkten, einer Start- und Landebahn für Privatflugzeuge und vielen Booten zum Sportangeln. Falls Sie ein Sportangelabendteuer in ruhiger Atmosphäre suchen, dann sind Sie hier genau richtig!


Von La Paz nach Tijuana

Das kleine, sandige Puerto San Carlos an der Bahía Magdalena ist Ausgangspunkt für die Waltouren zwischen Januar und Februar. Waltouren von dort aus sind zu empfehlen, da die Tiere näher ans Boot kommen. Wer jedoch keine Wale sehen möchte, für den lohnt der Besuch nicht.


Bahia Concepcion

Loreto

Die Stadt Loreto wurde vom Jesuitenpfarrer Juan Maria de Salvatierra an einer außergewöhnlichen Bucht voller Inseln am 25.Okt. 1697 gegründet. Loreto ist ein Ort für all jene, die sich gerne im Freien vergnügen. Seine klaren Wasser und kleinen Buchten bieten Sport - wie auch Schnorcheltauchern unvergleichbare Unterwasserlandschaften und eine Vielzahl an außergewöhnlichen Meereslebewesen. Um die Insel herum gibt es für den Angelsportler Rekordfänge mit Fliegenden Fischen, Thunfischen und Dorados. Wer gerne im Meereskajak fährt, kann durch Loretos Buchten gleiten, um an abgelegenen Stränden unter dem Sternenhimmel zu übernachten. Darüber hinaus bietet Loreto auch viele Festlandaktivitäten wie Mountainbiking in der Sierra, Reitwandern und Wandern an.

Tipp Bahía Concepción!


Diese schöne Bucht mit blauem, spiegelglattem Meer liegt 80 km nördlich von Loreto. Hier finden Sie die schönsten öffentlichen Strände, playas públicas und Camper-Standplätze.  


Santa Rosalia

Santa Rosalia

Eine französische Bergwerksgesellschaft gründete das Dorf um 1885 zum Abbau von Kupfererzen. Beim Anblick der alten Gebäude mit hölzernen Balkonen und breiten Veranden auf der "Mesa Francesca" fühlt man sich in das koloniale Frankreich versetzt, und tatsächlich errichteten hier die Franzosen aus Fertigteilen eine von Gustave Eiffel für die Weltausstellung 1889 entworfene Metall-Kirche, die per Schiff nach einer längeren Odyssee via Afrika nach Mexiko verfrachtet wurde. Sie können ds Museo Histórico Minero besuchen und außerhalb des Ortes fliegen die Höhlen von San Borjita mit farbigen Wandmalereien.


Palmenoase Baja California

San Ignacio

Wie eine Fatamorgana erhebt sich die grüne Palmenoase San Ignacio in der sonst eher  trockenen und lebensfeindlichen Wüste. Mehr als 80.000 Dattelpalmen, Feigen- und Orangenbäume gedeihen entlang eines Flusses, der nur hier an die Oberfläche tritt. Der Ort liegt in einem Trichter aus Lavagestein - ein einladendes Dorf, das von den Jesuiten 1728 als Mission gegründet wurde, um die dort lebenden Cochimí-Indianer zu bekehren. Alte Adobe-Häuser bestimmen das Dorfbild.

An der schattigen Plaza steht die imposante Missionskirche, die wegen ihrer Barockfassade zu den eindrucksvollsten Bauten kolonialer Architektur auf der Baja zählt.Etwa 75 km nördlich von San Ignacio gibt es in der Felslandscchaft der Sierra San Francisco in Höhlen und unter Felsüberhängen zahlreiche prähistorische Felsmalereieen, Darstellungen von Menschen, Tieren und abstrakten magischen Zeichen. Die zumeist in schwarz und rot gemalten Bilder der unbekannten Baja Frühkultur sind mehrere tausend Jahre alt und wurden durch das trockene Klima hervorragend konserviert und zählen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Guererro Negro

Guerro Negro

Der "Schwarze Krieger" hat seinen Namen von einem amerikanischen Walfangschiff, das 1858 in der südwestlich liegenden Wal-Lagune auf Grund lief. Guerrero Negro gewinnt im großem Stil Salz, fast alles Einwohner leben davon und von den Tausenden Wal-Besuchern. Zwischen Januar und März ist Guerrero Negro Augangspunkt zum Parque Natural de la Ballena Gris (Grauwal) mit den Lagunen Ojo de Liebre und Scammon´s Lagoon.

In ihnen bringen die Grauwale ihre Jungen zur Welt. Die Grauwale in der Laguna Ojo de Liebre sind sehr aktiv und die Bullen liefern sich gerne Wettkämpfe im aufgewühlten Wasser des Pazifiks. Auf dem Weg nach Guerrero Negro finden Sie eine surreale Landschaft mit einer ungewöhnlichen Vegetation wieder - die  Desierto de Vizcaíno.

Die für die Baja typischen Cirio- oder Boojum- Pflanzen wachsen wie gigantische, umgedrehte Möhren aus dem Boden und werden bis zu 500 Jahre alt. Riesige Cardón-Kakteen (Sukkulenten, die nach Regenfällen bis zu 400 Liter Wasser aufsaugen) thronen in der lebensfeindlichen Wüste. Beide Pflanzenarten werden bis zu 20 m hoch und sind auf der Baja endemisch, kommen also nur hier vor. Die Desierto de Vizcaíno ist Teil eines der bemerkenswertesten Ökosysteme der Erde - ein Leckerbissen für jeden Naturliebhaber und Fotografen.


Fischerdorf Baja California

San Felipe

Die Ostküste der Baja-Halbinsel ist gekennzeichnet durch abgelegene Strände, Bergketten und ruhige Wasser. Etwa 195 km östlich von Ensenada gelegen, bietet San Felipe schönste Natur und ein malerisches Fischerdorf. Dieses Dorf ist für seine Naturschönheiten bekannt: wolkenloser blauer Himmel, weiße Sandstrände und warmes Meerwasser. Mit ca. 15.000 Einwohnern hat sich das Dorf zu einem vielbesuchten Seebad entwickelt und seit ein paar Jahren ist es ein beliebtes Urlaubsziel für das Spring Break Event in den Frühjahrsferien.