Das Zentrale Hochland
Die Region des zentralen Hochlandes Mexikos ist vollgepackt mit Geschichte, schönen Kolonialstädten und abwechslungsreichen, fruchtbaren und teils zerklüftete Landschaften. Hier Wurde der Großteil des Silbers und Getreides produziert von dem das Land während der spanischen Herrschaft lebte und überwiegend ist hier das spanische Erbe in der Architektur der Städte noch erhalten. Besondere Höhepunkte sind die Kolonialstädte Querétaro, San Miguel de Allende, Guanajuato, Morelia und Zacatecas die alle unter Denkmalschutz stehen und ein sehr lebendiges Bild mexikanischer Geschichte unter kolonialer Herrschaft vermitteln. Man kann hier sehr gut reisen, denn die Städte liegen dicht beieinander und es gibt ausgezeichnete Busverbindungen und auch die Hotels zählen zu den besten des Landes.

Querétaro
Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates zählt ca. 800.000 Einwohner und besitzt ein angenehm mildes Klima (1800 m Höhenlage). Besonders attraktiv ist der historische Stadtkern. Hier gibt hier idyllische Cafés und Restaurants, niedliche Artesanía Läden, Gallerien und vieles mehr und durch die auto- bzw. lärmfreien Zonen lässt sich alles in Ruhe genießen.
Die kolonialen Gebäude sind insgesamt aufwendig restauriert und sehr schön anzusehen. Querétaro ist ausserdem für sein ausgeprägtes Kulturleben bekannt und besitzt eine Universität. Die Stadt gehört zu den geschichtsträchtigsten ganz Mexikos und wurde 1531 von den Spaniern gegründet. Hier begann beispielsweise Mexikos Unabhängigkeitskampft im Jahr 1810, 37 Jahre später war Querétaro kurzfristig zur Hauptstadt ernannt, 1848 wurde hier der Guadalupe Hidalgo Vertrag unterschrieben, der den Krieg mit den USA beendete und am 19.06.1867 wurde hier der Maximilian, der Kaiser von Mexiko, hingerichtet.
Später im Jahre 1917 wurde Querétaro erneut provisorische Hauptstadt und die Mexikos neue Verfassung wurde hier proklamiert und ausgerufen. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich vorwiegend im Zentrum Querétaros und von hier aus lassen sich schöne Tagesausflüge in die nähere Umgebung unternehemen.

Bernal
Der beliebte (sonntags) Ausflugsort ist 55 km nordöstlich von Querétaro gelegen: Wahrzeichen des ruhigen, hübschen Städtchens ist die "Peña de Bernal", ein etwa 288 m hoher, kegelförmiger Monolith.
Der komplette Aufstieg ist nur für geübte Kletterer möglich, Wanderer erklimmen über einen befestigten Weg etwa zwei Drittel des Berges und können eine grandiose Aussicht über das Tal genießen.

San Miguel de Allende
Die romantische, malerische Kolonialstadt ist etwa 300 km nordwestlich von Mexiko Stadt gelegen und ist bei Einheimischen und Besuchern sehr beliebt. Sie ist auch als Stadt der Künstler bekannt und ihr Wahrzeichen ist die ausgefallene, imposante, rosafarbene Parroquia (Kirche) am Zocoalo.
San Miguel de Allende besitzt zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten, doch das Entdecken des Städtchens zu Fuss ist ein sehr schönes Erlebnis und man spürt die besondere Atmosphäre des Ortes. Vor allem bei den US-Amerikanern ist San Miguel de Allende sehr beliebt und viele siedeln sich hier an, dies führte dazu dass sich San Miguel zu einer relativ teuren Stadt mit einem hervorragenden Hotel- und Restaurantangebot sowie Kulturleben entwickelte.

Guanajuato
Mit 150.000 Einwohnern ist Guanajuato die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Die wunderschöne Minenstadt hat eine Vielzahl an Attraktionen und Historischem zu bieten. Seinerzeit war es die reichste Silberstadt Mexikos und die engen, verwinkelten Gassen sind voll von kolonialer Schönheit. Immer im Oktober findet hier das berühmte, internationale Kunst- und Künstlerfestival, "Cervantino" statt und zieht tausende Besucher an. Auffällig und sehr interessant ist schon die einmale Lage der Stadt.
Sie liegt eingezwängt im ehemaligen Flussbett des Río Guanajuato. Die unterirdische Hauptdurchgangsstraße besteht aus einem verzweigten Tunnelsystem und auch das oberirdische Straßensystem ist keineswegs gradlinig sondern durch viele Tunnel und kopfsteingepflasterte Gässchen gekennzeichnet. Den Fussgänger erwarten viele romantische Plazas, hübsche Gassen und verkehrsberuhigte Zonen die zu relaxter atmosphäre beitragen. Im 16. bis 19. Jh gab es hier die ertragreichsten Silberminen der Welt die der Stadt zu Reichtum und Wohlstand verhalfen.
Heute ist der Silberrausch vorbei und es herrscht internationales Flair vor allem durch die zwei Universitäten. Ein Spaziergang durch Guanajuato kann mitunter etwas anstengend sein, vor allem durch die vielen Steigungen, doch man wird durch eine Vielzahl sehenswerter Bauten, hübsch bepflanzter Balkone, malerischer Plätze und bunt bemalten Häuserfassaden belohnt. Sehenswertes gibt es an jeder Ecke, denn die Stadt spielte zusammen mit Dolores Hidalgo, San Miguel und Celaya eine wichtige Bedeutung im Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier.
Zu nennen ist hier beispielsweise das "Museo de la Alhóndiga de Granaditas", eine Gedenkstätte für die Unabhängigkeitsanführer. Kunstinteressierte können hier das Geburtshaus Diego Riveras, dem berühmtesten Muralisten Mexikos, besichtigen. Auch das Universitätsgebäude, mit seinen maurischen Stilelementen ist eine Besichtigung wert. Einen beeindruckenden Blick hat man oberhalb der Stadt, wo sich das Pípila Monument befindet, ein Denkmal zu Ehren des Helden von Guanajuato. Gruselig wird es im "Museo de las Momias", eine Mumiengalerie beim Friedhofshügel etwas ausserhalb der Stadt. Guanajuato hat noch Vieles mehr zu bieten und ist definitiv einen Besuch wert.

Morelia
Morelia ist die Hauptstadt von Michoacán und erhielt ihren Namen durch den wichtigen Unabhängigkeitsführer José María Morelos y Pavón. Die Stadt liegt auf rund 2000 m Höhe und ihr denkmalgeschütztes Zentrum beherbergt viele Kirchen, Stadtpaläste und Klöster. Man trifft hier auf ein reges kulturelles Leben, nette Cafés, Bars und nur wenige Touristen. Die große Kathedrale zwischen der Plaza de Armas und der Plaza Melchor Ocampo bildet das Wahrzeichen der Stadt und die Sehenswürdigkeiten liegen hier in nächster Nähe.
Ein interessantes Umgebungsziel ist das Biosphärenreservat der Monach-Schmetterlinge. Die Falter gehören zu den Wanderschmetterlingen die sich alljährlich von Kanada aus auf den Weg nach Mexiko begeben um dort zu überwintern. Während der Reise legen sie bis zu 140 km täglich zurück und laut Wissenschaftlern gibt es keinen ersichtlichen Grund warum sie diese Strapazen auf sich nehemen.
Das beeindruckende Naturschauspiel ist in den Wintermonaten von November bis März zu beobachten. In dieser Zeit lassen sich auf dem 3000 m hohen Passgebiet "Mil Cumbres" Millionen von Faltern auf den Kiefern und dem Boden nieder. Bei Sonnenschein erwecken sie zum Leben und schwirren in riesigen schwarz-gelben Wolken durch die Luft und bescheren dem Besucher ein atemberaubendes Erlebnis.
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