Mexiko-Stadt und Umgebung

Mexico City - schillernde Weltstadt und buntes Sammelbecken der Kulturen. Schon der Anflug auf die Metropole ist ein Erlebnis und das nicht enden wollende Häusermeer lässt die Dimensionen erahnen. Die Hauptstadt Mexikos strebt nach Modernität und Wohlstand, beherbergt jedoch wie kaum eine andere Stadt die Anfänge der mexikanischen Geschichte. Die Stadt ist perfekter Ausgangspunkt für Ihre Mexiko Rundreise und Sie sollten sich Zeit nehmen, um die Reichtümer und Widersprüche des "Distrito Federal" kennen zu lernen.


Historisches Zentrum von Mexico City

Das historische Zentrum - Centro Histórico

Wussten Sie, dass die Millionenmetropole Mexico City auf dem Lago de Texcoco erbaut wurde? Bereits die Azteken errichteten im Herzen der heutigen "Ciudad de México" ihre Hauptstadt Tenochtitlán, die nur über drei Dämme vom Festland zu erreichen war. Heute zeugen prächtige Kirchen, herrliche Paläste und große Plätze von der Dominanz der spanischen Kolonialherren ab dem Jahre 1521.

Der Zócalo - auch Plaza de la Constitución genannt - mit der großen Nationalflagge symbolisiert schließlich die Unabhängigkeit des lateinamerikanischen Landes. Hier schlägt das Herz der Hauptstadt und fast täglich finden hier Manifestationen, Festivals oder Ausstellungen statt. Mit den gewaltigen Ausmaßen von 57600m2 gehört der Zócalo zu den größten der Welt und wird im Norden durch die unübersehbare Cathedral Metropolitana, den Nationalpalast (Präsidentensitz) im Osten und durch Regierungsgebäude im Süden begrenzt. Von der Dachterrasse des Hotels Holiday Inn Zocalo oder vom Hotel Majestic aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf den Hauptplatz und das Frühstück wird zum unvergesslichen Erlebnis.


Murales von Diego Rivera im Nationalpalast

Nationalpalast - Palacio Nacional

Der heutige Sitz des Präsidenten wurde an der Stelle der früheren prachtvollen Residenz Moctezumas errichtet. Nach der Sicherheitskontrolle am Eingang erwartet Sie ein schöner Innenhof und natürlich die Wandmalereien Diego Riveras, die der wohl berühmteste Maler Mexikos zwischen 1929 und 1945 schuf. Die Murales zeigen die leidvolle Geschichte Mexikos und Sie sollten auf jeden Fall einen guten Reiseführer oder zertifizierten Guide dabei haben, um die Interpretation Riveras nur annähernd aufnehmen zu können.


Cathedral Metropolitana beim Zocalo in Mexico City

Catedral Metropolitana

Mit dem Bau der Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert begonnen und Sie ist heute die größte und älteste des amerikanischen Kontinents. Mit Ausmaßen von 110 Metern Länge, 59 Metern Breite und 60 Meter Höhe wirkt sie imposant und vereint verschiedene Baustile. Auf Befehl von Cortez wurde sie aus den Resten des aztekischen Tempelbezirkes direkt im Herzen Tenochtitláns errichtet und erst 1813 fertig gestellt.


Templo Mayor ehemaliger Haupttempel der Azteken

Templo Major

Begleitet von fliegenden Händlern und nur wenige Schritte hinter Kathedrale und Nationalpalast kommen Sie zum Haupttempel Tenochtitláns, dem Templo Mayor. Der Legende zufolge wurde hier der von den Göttern prophezeite Adler gesichtet, der auf einem Feigenkaktus sitzend eine Schlange verschlang und im Jahre 1325 entstand hier daraufhin das religiöse Machtzentrum der Azteken. Sie können das Ausgrabungsgelände erwandern jedoch erst im angeschlossenen Museum lassen sich die Ausmaße des Tempels erahnen, welcher in sieben Etappen erbaut wurde und eine Höhe von ca. 60 Metern besessen haben soll. Auch unzählige Skulpturen, Schmuck, Tongefäße sowie der wohl bekannteste Sonnenstein (Aztekenkalender) zeugen von der Herrschaft der Azteken.


Anthropologisches Museum in Mexico City

Museo Nacional de Antropologia

Das berühmte Anthropologische Museum hilft Ihnen bei der Einordnung der präkolumbischen Vergangenheit und gewährt einen "Blick über den Tellerrand" auf die Geschichte und die Kulturen ganz Mexikos. Ein Museum von Weltklasse, welches Sie als Einstimmung auf Ihre Mexiko Reise nicht verpassen sollten. Hier können Sie ohne Probleme einen ganzen Tag verbringen, denn jede der zwölf Ausstellungshallen ist einer bestimmten Kultur Mexiko gewidmet. Archäologische Funde im Original werden von wunderbaren Nachbildungen meist im Maßstab 1:1 ergänzt, die Sie ins Staunen versetzen werden. Das 1964 eröffnete Museum befindet sich inmitten des Chapultepec-Parkes, der grünen Lunge der Stadt. Hier trifft man sich am Wochenende zum Picknick: bunte Händler, der Duft von Tacos oder eine Bootsfahrt lassen den Alltagsstress vergessen und laden zum träumen ein.


romantischer Stadtteil in Mexico City Coyoacan

Coyoacán & San Angel

Der beliebte Süden der Haupstadt beherbergt die malerischen Viertel Coyoacan und San Angel. Vor allem am Wochenende einen Besuch wert findet der Besucher hier eine ganz besonders magische Athmosphäre vor. Kopfsteingeflasterte Gassen, von Blumenhecken überwucherte Mauern, die manchmal einen Blick auf romantische Patios und Kolonialgebäude frei geben, alte Bäume und entspannte Menschen prägen das Bild.

Das Geburtshaus der Frida Kahlo

Die Plaza Hidalgo bildet das Zentrum Coyoacáns und rund um den Coyotenbrunnen trifft sich Jung und alt. Traditionelle Cantinas, Cafés und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl. Besonderer Anziehungspunkt ist natürlich auch das Elternhaus Frida Kahlos "La Casa Azul" in der Calle Londres, ein wunderbares Museum, das einen Großteil des Besitzes und Gemälde der Künstlerin beherbergt. Beim Betrachten der Wohn- und Schlafräume ist die Gegenwart Fridas immer noch spürbar und im verwunschenen Garten lässt es sich wunderbar von vergangenen Zeiten träumen.

romantischer Stadtteil im Süden Mexico Citys

Ein ähnliches Flair erwartet den Besucher im Nachbarstadtteil San Ángel. Rund um die Plaza San Jacinto findet hier immer samstags ein wunderschöner Markt, der Bazar del Sabado, statt. Tolle Bilder, selbstdesignter Schmuck, Teppiche, Taschen und wunderschöne Artesania werden angeboten. Gleich gegenüber, auf der Avenida Revolucion befindet sich ein beliebter Blumenmarkt und ca. 15 min Fussweg entfernt liegt das sehenswerte Casa Estudio de Diego y Frida. Hier lernen Sie das Wohnhaus und Atelier des weltberühmten Künstlerehepaares kennen und erhalten einen guten Einblick in das Schaffen und Leben der beiden.


Festakt vor der Basilica de Guadalupe

Basilica de Guadalupe

La Virgen de Guadalupe, die Schutzpatronin Mexikos steht für Millionen von Mexikanern für Liebe und Geborgenheit. Überall im Land wird Ihnen das Konterfei der dunkelheutigen Jungfrau mit dem gütigen Blick begegnen. Alle Ängste, Sorgen und Freuden werden mit ihr geteilt und die heutige Basilica ist die bedeutendste Wallfahrtskirche des Landes. Im La Villa de Guadalupe auf dem Tepeyac Hügel erschien einer Legende zufolge im Jahr 1531 dem indianischen Schafhirten Juan Diego mehrere Male die Jungfrau Maria und als Beweis bildete sich Tage später das Bildnis einer dunkelhäutigen Frau auf seinem Mantel ab, welche vom damaligen Bischof als Maria erkannt wurde.

Im Innern der neuen Basilca de Guadalupe

Der Mantel wird heute hinter Panzerglas in der 1976 neu eröffneten Basilica aufbewahrt. Um den Andrang zu bändigen wurden davor mehrere Rollbänder installiert auf denen die Besucher andächtig vorüberfahren. Durch die Erscheinung der dunkelhäutigen Jungfrau vermengten sich zwei Glaubenswelten und Millionen von Mexikanern pilgern alljährlich dorthin. Höhepunkt der Wallfahrten ist der am 12. Dezember gefeierte Ehrentag der "Morenita".

Von Mexiko Stadt aus lassen sich viele interessante Ausflüge in die Umgebung unternehmen hier folgen einige Vorschläge:


Pyramiden von Teotihuacan mit Blick auf die Mondpyramide

Teotihuacán

Etwa 50 km nordöstlich der Hauptstadt befindet sich die gewaltige Ausgrabungsstätte Teotihuacán - auch Stadt der Götter genannt. Wir empfehlen den Besuch aktuell nur mit Privatguide, da die Gruppenausflüge im Sammeltaxi doch sehr einer Verkaufsveranstaltung ähneln und eventuell zu wenig Zeit für die beeindruckenden Hinterlassenschaften der Teotihuacán Kultur bleibt. Über die Erbauer gibt es bis heute nur mangelhafte Quellen denn schon bei Ankunft der Azteken lag die Stätte teilweise in Schutt und Asche. Die gewaltigen Ruinen konnten sie sich nur als Hinterlassenschaft der Götter erklären und wenn Sie den Aufstieg auf die Sonnenpyramide wagen werden Sie vielleicht ähnlich verzaubert sein.

Blick auf die Sonnenpyramide in Teotihuacan

Die Pyramiden wurden nach Sonne (Pirámide del Sol) und Mond (Pirámide de la Luna) benannt, denn die Azteken glauben daran, dass sich hier zwei Götter geopfert und in diese Himmelskörper verwandelt haben. Die monumentale Sonnenpyramide ist knapp 70m hoch mit einem Grundriss 225 x 225 m und wurde über einer natürlichen Höhle errichtet, die jedoch nicht für Besucher zugänglich ist. Am nördlichen Ende der Totenstraße erhebt sich die vierstufige Mondpyramide mit etwa 45 m Höhe - der Aufstieg ist etwas mühsamer jedoch bietet sich ein besserer Blick über die Gesamtanlage.


Taxco

Taxco

Die wunderschöne Kolonial- und ehemalige Silberminenstadt Taxco befindet sich im Bundesstaat Guerrero und ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Enge, verwinkelte, kopfsteingeflasterte Gassen, mit Blumen verzierte Balkone und koloniale Architektur verleihen dem Pueblo Magico einen besonderen Charme. Umgeben von Bergen eröffnen sich besondere Panoramen und im Gegensatz zu anderen Kolonialstädten gibt es keine rechtwinklige Schachbrettmusteranordung, sondern an die Hügel angepasste Bebauung, die den Besucher auch mal ins schwitzen kommen lässt.

Der Beiname Silberstadt leitet sich aus den reichen Silbervorkommen der umliegenden Minen ab, die bis zur Erschöpfung abgebaut wurden. In den unzähligen Schmuck Geschäften und Werkstätten wird das Edelmetall jedoch in allen Formen angeboten. Bekannte Attraktion ist ausserdem die reich von innen und aussen verzierte Pfarrkirche Santa Prisca, welche seinerzeit vom Silberbaron José de la Borda finanziert wurde. Ostern oder die Semana Santa wird hier besonders traditionell mit bunten Prozessionen und Darstellungen der Prozessionsgeschichte gefeiert.

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