Individualreise durch Michoacan - Oaxaca - Chiapas & Yucatan

Vom 30.12.2009 - 24.01.2010 ging es für Manuela & Daniel aus München nach Mexiko. Sie folgten der Einladung zu einer Hochzeit, welche in Celaya statt fand und anschließend ging es mit privatem Guide durch das Koloniale Hochland nach Mexico City.

Auf dem Weg waren natürlich die Monarchschmetterlinge, die nach einer anstrengenden Reise aus Kanada in den Wäldern von Michoacan überwintern, ein absolutes Highlight. Über Puebla ging es weiter nach Oaxaca und entlang der klassischen Route durch die Bundesstaaten Chiapas und Yucatán an die Karibikküste. Leider hatten die beiden sehr viel Pech mit dem Wetter - jedoch liessen Sie sich dadurch den Urlaub nicht vermiessen und mexikanisch optimistisch genossen Sie die Reise sehr.

Viel Spass beim Lesen des spannenden und sehr informativen Reiseberichtes!


1. Tag der Rundreise, 04. Januar 2010

Wir wurden pünktlich um 9 Uhr von unserem Führer Horatio abgeholt und nach Morelia gefahren. Eingecheckt in dem wunderschönen Hotel "Hotel de la Soledad" und frisch gestärkt ging es zur ersten Tour mit Horatio durch Morelia. Von der Kathedrale (3. größte Mexikos), dem Museum und Wohnhaus Morelos, der Bibliothek und der Iglesia de Santa Rosa, die mit einer bezaubernden Geschichte über San Juan Diegos und der Virgen Guadelupe verbunden ist, beeindruckt, kehrten wir mittags in einem netten einheimischen Lokal ein. Die besten Enchiladas, die wir nur in Morelia so serviert bekommen haben.

Morelia lebt vom Fischen, Tourismus und Immobiliengeschäft. Rund um Morelia dreht sich alles um Morelos, den Unabhängigkeitskämpfer. Nach einem nächtlichen Besuch des "mercado de los dulces" haben wir in einer Bar zusammen mit unserem Führer und einer kalten mexikanischen Platte den Abend ausklingen lassen.

Wetter: kalt und bewölkt
Hotel: "Hotel de la Soledad" - der Patio wunderschön, Essen lecker, Zimmer zwar etwas gewöhnungsbedürftig, weil es aufgrund der Holzverkleidung eben stark nach Holz riecht, aber trotzdem sehr schön
Ausstattung: ein großes Queensize-Bett, Fön, Internet kostenlos, Steckdosen kein US-Standard - d.h. Erdung fehlt(!) und ein spezieller Adapter (in Mexiko für nur 0,10 EUR erhältlich) ist notwendig


2. Tag der Rundreise, 05. Januar 2010

Heute sollte es eigentlich zu den Schmetterlingen gehen. Da die Schmetterlinge jedoch auf dem Weg nach Mexiko City liegen und wir erst morgen dorthin fahren werden, gab es eine kleine Planänderung. Wir machten uns auf den Weg nach Pátzcuaro, einer der schönsten Seen des Landes. Eingebettet in eine grüne Hügellandschaft, umgeben von Vulkanen. Für ein paar Pesos ging es per Boot auf die kleine Isla Janitzio und zur Statue von José María Morelos, die auf der Spitze des Berges zu sehen ist. Beeindruckend sind auch die Fischer mit ihren auffällig großen Schmetterlingsnetzen. Zum Mittagessen waren wir wieder am Hotel und haben unseren Gaumen mit den unübertrefflichen enchiladas verwöhnt. Nach einer kleinen siesta ging es auf zur Tour Nr. 2 durch Morelia zur Erkundung der restlichen Museen, die gestern (montags) geschlossen waren. Abends waren wir alleine auf Tour und konnten die Cabalgata de los Reyes Magos erleben. Die Kinder mit ihren Luftballons, an denen die Wunschzettel befestigt werden und die bei Ankunft der drei heiligen Könige fliegen gelassen werden, die Zuckerwatte, der Trubel, der Umzug, die Bauchtänzerinnen, waren für uns ein Erlebnis. Anschließend waren wir wieder in der Bar von gestern und natürlich dürfte die kalte Platte, die es uns gestern schon angetan hatte, nicht fehlen.

Wetter: bisschen wärmer, auf der Isla de Janitzio sogar ein paar Sonnenstrahlen, aber insgesamt immer noch eher kalt und bewölkt - die Winterjacke der ständige Begleiter


3. Tag der Rundreise, 06. Januar 2010

Eine längere Fahrzeit lag vor uns und zusätzlich machten wir noch einen Stopp bei den Monarchschmetterlingen, die alljährlich von Kanada nach Mexiko zum Überwintern kommen. Auf einem eher beschwerlichen Weg durch den Wald, der sich auf jeden Fall lohnt, führte uns ein kleiner Junge zum Platz, an dem die Schmetterlinge zu finden sind. Dort befinden sich Millionen von den Tierchen und auf den ersten Blick denkt man, dass es sich um Blätter handelt. Bei den ersten Sonnenstrahlen fangen die "Blätter" an sich zu bewegen, ändern die Farbe und erwachen zum Leben. Dort tummelt sich dann ein Schmetterling neben dem anderen, in der Luft, in den Sträuchern, am Boden ? die sind einfach überall und total schön anzuschauen. Für den Rückweg haben wir (Horatio und ich) uns ein paar Pferde ausgeliehen und sind auf diesen zurückgeführt worden. Nur mein Mann hat tapfer aufs Pferd verzichtet und ist zu Fuß zurück. Seitdem werde ich ganz liebenswert "Calamity Jane" von ihm genannt. Erst spät abends sind wir am Hotel in Ciudad de Mexico "Holiday Inn Zócalo" angekommen. Obwohl wir sehr müde waren, konnten wir uns einen Blick in die größte Kathedrale Mexikos "Catedral Metropolitana" dennoch nicht verwehren. Beeindruckend sind die vielen einzelnen Kapellen im Inneren und der schwarze Christus, dessen Geschichte uns sehr gefallen hat. Zum Abschluss dieses Tages haben wir uns im Restaurant unseres Hotels, über den Dächern Mexikos, mit einem traumhaften Ausblick auf den Zócalo, eine Platte für zwei mit allen Leckereien der Region bestellt. All die tollen Eindrücke und das lecker Essen haben dann auch den Regen, der uns abends begrüßt hat, vergessen lassen.

Wetter: kalt, im Wald bei den Schmetterlingen etwas wärmer, aber trotzdem Winterjacke nötig, abends Regen in D.F.
Hotel: "Holiday Inn Zócalo" - typisches Geschäftshotel, Holiday Inn eben, nette Zimmer, Bett für 2 Personen etwas klein und unbequem, aber an sich schönes Hotel, vor allem das Restaurant auf der Dachterrasse ist zum empfehlen Ausstattung: Doppelbett, Fön, Internet 30 min kostenlos, Steckdosen US-Standard


4. Tag der Rundreise, 07. Januar 2010

Für die heutige Besichtigung der 50 km nordöstlich von Mexiko City gelegenen Pyramidenanlage Teotihuacan, mussten wir heute früh aufbrechen. Zuvor kehrten wir bei einem Mexikaner ein, der uns an einer Agave erklärte, was man daraus alles gewinnen kann (Nadeln, Papier, Wasser, Pulque, Tequila), und, der einen tollen Laden besitzt (Schmuck aus den verschiedenen Edelsteinen, Götterskulpturen...). Danach ab zu den Pyramiden! Ein toller Ausblick, wenn man schwindelfrei ist.  Nach den Pyramiden haben wir die Basilílica de Guadalupe besucht und das Anthropologische Museum "museo nacional de antropología" unsicher gemacht. Vor dem anthropologischen Museum kamen wir in den Genuss "voladores" beobachten zu können. Die Vogelmenschen, die sich in früheren Zeiten zu Ehren der Fruchtbarkeits- und Frühlingsgötter in die Tiefe stürzten. Mittags waren wir im Museum auf einen Snack im Museums-Restaurant, das nicht zu empfehlen ist. Viel leckerer war das Abendessen auf der Dachterrasse des Holiday Inn Zócalo.

Wetter: bei den Pyramiden für ein paar Stunden warm und Sonne, in Mexiko City wieder diesig und sehr kalt, Regen


5. Tag der Rundreise, 08. Januar 2010

Der fünfte Tag unserer Rundreise führte uns über Puebla nach Oaxaca. Leider blieb der Blick auf den Popocatépetl aus, da es sehr bewölkt war. In Puebla konnten wir die Kathedrale (2. größte Mexikos) und die wunderschöne "capilla del rosario" in der Iglesia de Santo Domingo besuchen. Wir konnten uns leider nicht lange in Puebla aufhalten, da wir noch einen langen Weg nach Oaxaca vor uns hatten, aber für eine Wahnsinns-Semmel "cemita" und "churros" hat's noch gereicht.

Abends sind wir total erschöpft im Hotel angekommen und haben uns heute von unserem Führer Horatio verabschiedet. Vor dem Hotel hat uns eine Baustelle begrüßt, was man aber im Inneren des Hotels, das wie ein kleines Dorf mit Mini-Straßen aufgebaut ist, nicht gemerkt hat. Zum Abendessen haben wir uns eine Oaxaca-Platte mit all den Oaxaca Spezialitäten wie Oaxaca Käse, Mole-Tamales...schmecken lassen.

Wetter: Puebla kalt und Regen, Oaxaca wenigstens kein Regen, aber auch kalt
Hotel: "Hotel Conzatti" - Zimmer sehr schön, Hotel nett aufgemacht, Abendessen sehr gut, aber Frühstücksangebot war nicht sehr groß und auch nicht zu empfehlen
Ausstattung: 2 Kingsize-Betten, Fön, Internet kostenlos, Steckdosen US-Standard


6. Tag der Rundreise, 09. Januar 2010

Luis, unser Führer für heute, begleitete uns, ein paar weitere Mädels aus den USA sowie eine - wie wir glauben - holländische Familie nach Monte Albán. Nur 10 km von Oaxaca liegt eine der großartigsten Pyramidenanlagen Mexikos. Bisher sind nur 3% und somit nur die Kuppe des Monte Albán, des "weißen Berges", abgetragen. Der Ausflug war sehr interessant, aber leider hat es geregnet, was die Stimmung ein wenig getrübt hat. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, was uns unweigerlich zum Restaurant "La Biznaga" mit den typischen Mole-Gerichten geführt hat. Die Mole-Gerichte sind für uns ein eher gewöhnungsbedürftiger Geschmack, aber man muss sie probiert haben. Die Stadt Oaxaca ist leicht zu Fuß zu erkunden und vom Hotel aus waren wir schnell im Zentrum. Abends gab es ein erneutes Gourmeterlebnis. Wir waren im Restaurant "El Sagrario" (Valdivieso 120, Oaxaca), in der Nähe des Zócalos, und haben wie immer die Platte mit allen Spezialitäten bestellt, damit wir nichts versäumen. Doch dann kam die Überraschung - ganz oben auf der Platte haben uns saltamontes/chapolines (Heuschrecken) frittiert mit Limettensaft angelacht.

Wetter: kalt und Regen
Restaurant: "El Sagrario" (Valdivieso 120, Oaxaca) und "La Biznaga" (Garcia Vigil 512, Oaxaca)


7. Tag der Rundreise, 10. Januar 2010

Den heutigen Tag durften wir mit Silvia verbringen, die uns zu einer Weberei, dem traumhaften Ziel "Hierve el Agua" und danach nach "Mitla" gebracht hat. Die Informationen über die längst vergangene Zeit und die Vorstellung, dass diese Bauten vor Jahren ohne jegliche technische Hilfsmittel entstanden sind, war extrem interessant. Im Palast der Säulen "Palacio de las Columnas" tragen die Wände der Patios und angrenzenden Räume einen Fassadenschmuck, der durch Licht und Schatten seine unglaubliche Schönheit offenbart. Annähernd 100.000 Ziegel haben mixtekische Künstler mosaikartig behauen und zahlreiche Rauten- und Mäandermuster geschaffen. Mitla bedeutet "Ort der Toten", selbst in den kreuzförmigen Königsgräbern schmückte man die Wände auf diese Art. Nach einem leckeren Mittagessen, das in der Tour mit organisiert war, haben wir den Ausflug mit dem Besuch von Santa Maria und dem Tule Tree abgeschlossen. Abends gab's die letzten Churros, die wir in Mexiko gefunden haben. Extrem LECKER!

Wetter: sehr windig, ein paar sonnige Stunden, jedoch trotzdem kalt


8. Tag der Rundreise, 11. Januar 2010

Früh um 6:45 Uhr wurden wir wie geplant zum Flughafen in Oaxaca gebracht und um 8:45 Uhr ging's los mit dem Flugzeug nach Tuxtla Gutiérrez. In Tuxtla angekommen wurden wir schon von Marco abgeholt. Der erste Stopp war der beeindruckende Cañon del Sumidero. Zwei Stunden dauerte die Fahrt mit dem kleinen Schnellboot durch den Cañon. Wir passierten Geier, Krokodile, Pelikane, moosbewachsene Felswände und hatten einen atemberaubenden Ausblick. Danach fuhren wir kurz nach Chiapa de Corzo und von dort aus starteten wir nach San Cristóbal de las Casas, das 2500m über dem Meeresspiegel liegt, und kamen am nächsten Hotel "Casa Mexicana" an. Was man sich nicht entgehen lassen darf, ist ein Spaziergang durch die Fußgängerzone und das kleine Restaurant (wenn man es als Restaurant bezeichnen darf) am Ende der Fußgängerzone, kurz vor der gelben Kathedrale "Fogon de ???". Dort gibt es handgemachte tortillas und die tacos con pollo y queso waren einfach fantastisch und günstig (3 Portionen tacos und 2 Cola für nur 100 Peso).
Das einzige, was etwas anstrengend ist, ist die Bettlerei. Trotzdem laden die kleinen Läden und Shops zum Bummel ein. Danach waren wir, gegenüber dem Hotel "Casa Mexicana", in einem kleinen Kaffee mit einem gigantischen Schokoladenkuchen und extrem guten Kaffee.
Den Abend hatten wir bei Shrimps (Daniel) und pollo mit Parmesan-Panade (Manuela) im Hotel Restaurant verbracht, da es abends ziemlich ungemütlich kalt wird in San Cristóbal.

Wetter: erst Tag sonnig und warm, abends sehr kalt (aber auch erstes Hotel mit Elektroheizung im Zimmer)
Hotel: "Casa Mexicana" - super nett angelegt, nicht weit weg vom Zentrum, Patio mit tropischen Garten und sehr nettes Restaurant mit Bar
Ausstattung: 1 Queensize-Bett, Fön, Internet kostenlos, Steckdosen US-Standard, Elektroheizung


9. Tag der Rundreise, 12. Januar 2010

Zu Beginn des Tages führte uns Marco zusammen mit der argentinischen Familie durch San Cristóbal de las Casas. Der Torbogen Arco del Carmen, das Konvent, die Kathedrale mit der Virgen del Rayo und die fantastische Kirche Iglesia Santo Domingo, in der die verschiedenen religiösen Richtungen und sogar der  Habsburger Doppeladler in der Fassade zu finden sind.
Im Anschluss führte uns die Fahrt mit Marco, unserem Führer, in das erste Indigenadorf Zinacantán. Wir hatten die Möglichkeit in einer originalen Küche einer Familie frische Tortilla zu essen und einem Vortrag über die Entstehung der Menschen von Marco zu lauschen. Jetzt wissen wir, dass wir vom Mais abstammen.
Das zweite Indigenadorf, das wir besucht haben, ist San Juan Chamula, das religiöse Zentrum der in den umliegenden Bergen wohnenden Chamulaindios. Leider war in den Indigenadörfern das Fotografieren nicht möglich. Entweder es war verboten oder es war kostenpflichtig. Also Achtung vor den kleinen Kindern, die mit der Bitte ein Foto von Ihnen zu machen nerven. Die wollen anschießend natürlich Geld von einem.
Das Beeindruckenste in diesem Dorf war die am Zócalo gelegene Kirche. Beim Betreten der Kirche allerdings fühlt man sich in eine mystische Welt versetzt. Es gibt keine Bänke und der gesamte Fußboden ist mit Kiefernnadeln und Blüten bedeckt. Der Geruch von Harz, Weihrauch und Paraffin durchzieht das Gotteshaus. Im Schein Hunderter dünner Kerzen sind die Umrisse von Menschen auszumachen, die in der Sprache ihrer Vorfahren, der Maya, vor Heiligenfiguren beten oder Opfer bringen. Wie zum Beispiel ein Huhn/Hahn. Bei der Opferung sollen die übernatürlichen Kräfte, die bösen Geister die für das jeweilige Missgeschick verantwortlich sind, in das Huhn/den Hahn übergehen. Das tote Tier wird anschließend in eine Tüte gewickelt und beerdigt. Als Opfer sind auch die Unmengen an Kerzen anzusehen. Sie werden auf dem Steinboden zu jeweils drei oder einem Vielfachen von drei (diese Zahl war den Mayas heilig) aufgestellt. Schwarze Kerzen deuten auf ein gravierendes Problem einer Person hin. Ein traditioneller Heiler, ein Schamane (oder auch "ilol" genannt), betet für seine Patienten und er weiß auch, welchen Schutzpatron man um Hilfe bitten muss. Einem "ilol" ist es strikt verboten, sich die Behandlung bezahlen zu lassen. Auf dem Steinboden der Kirche reihen sich Batterien von Coca-Colaflaschen. Diese sind ein Bestandteil, um mit den Göttern in Kontakt zu treten. Reinigung von Körper und Geist ist zentrale Voraussetzung, um mit den jenseitigen Mächten in Kontakt zu treten. Zuerst wird "posh" getrunken, so dass eine Art Trance entsteht, ausgespuckt und dann mit Coca-Cola nachgespült. Coca-Cola und posh reizen den Magen und es entsteht ein Rülpsen. Dieses Rülpsen wird als die nötige Reinigung und Austreibung der Geister aus dem Körper verstanden.
Zum Abendessen waren wir im Restaurant "Fogon de Jovel" (eine Parallelstraße zur Fußgängerzone, Richtung Kathedrale), echt zu empfehlen.

Wetter: sonnig und warm, nachts wieder sehr kalt
Restaurant: "Fogon de Jovel" (Calle "16 de Septiembre" No. 11, San Cristóbal de las Casas)


10. Tag der Rundreise, 13. Januar 2010

Auf dem Weg nach Palenque machten wir nach 1½ h eine sehr kurze Pause in Ocosingo (Kaffe, Pipipause, Schoki, lustige Papageien) und machten nach weiteren 1½ h Fahrt Halt bei den tollen Wasserfällen Agua Azul, die normalerweise türkis schimmern. Jedoch hatte es die letzten Tag viel geregnet, daher war das Wasser nicht ganz so blau. Wir waren ein wenig enttäuscht. Die Vegetation ist üppig, die Wege matschig. Man geht an den zahlreichen Kaskaden hinauf, über notdürftige Brücken und Steinplattern. Einen einzigartigen Blick auf die lang gezogenen Kaskaden von Agua Azul erreichten wir am Ende des kleinen Wanderweges. Kleines Mittagessen im Restaurant bei den Wasserfällen und dann noch mal 1½ h nach Palenque. Das Hotel in Palenque "Villa Mercedes Palenque" war das erste Hotel mit Pool und eine tolle Anlage. Die erste Hängematte begrüßte uns in Mexiko. Nur leider war das Wetter nicht gut genug und daher war leider an Baden im Pool nicht zu denken. Das Essen abends im Hotel war eher nobel, aber der Service in diesem Hotel ist nicht der beste gewesen.

Wetter: Tag in San Cristóbal sonnig begonnen, aber dann das schöne Wetter auf dem Weg nach Agua Azul und Palenque hinter uns gelassen - bewölkt, jedoch jetzt auf der Yucatan Halbinsel tropischer und daher wenigstens wärmer
Hotel: "Villa Mercedes Palenque" - super tolle Anlage mit Pool und gigantischen Zimmern, das Bad war riesig und sehr nett gestaltet
Ausstattung: 2 Kingsize-Betten, Fön, Internet kostenpflichtig, Steckdosen US-Standard, Pool


11. Tag der Rundreise, 14. Januar 2010

Gestern war der letzte Tag, den wir zusammen mit der argentinischen Familie verbrachten, so dass wir heute alleine mit Marco unterwegs waren. Die Tempelanlage Palenques ist aus unserer Sicht die schönste Mexikos. Die ersten drei Tempel der Tempel des Totenkopfes (aufgrund des Totenkopfs in der Fassade auf der Spitze der Pyramide), der templo de la reina roja und der templo de los inscripciones waren schon sehr beeindruckend. Aber die Führung durch den palacio war dann der Höhepunkt. Im gesamten Palastbereich, der auch Wohn- und Baderäume umfasst, sind Reste von Stuckdekorationen und Farbbemalungen zu erkennen. Vom Klo bis zur Sauna war schon damals für alles gesorgt . Die Fenster waren immer in T-Form vorzufinden, da der Gott des Windes mit "T" beginnt und damit dieser weiß, wo er wehen muss, hatten alle Fenster die Form eines "T"s. Da es sowohl die Ober- als auch die Unterwelt gibt, sind die Fenster teilweise auch als auf den Kopf gestellte "T"s vorzufinden. Der "templo del sol" zeigte uns einen sehr gut erhaltenen Dachkamm und hat seinen Namen von dem Sonnenrelief, das die Rückwand des Tempels ziert. Auf dem Weg hinter der Tempelanlage hat man dann noch einen Blick auf das Pelota Feld von Palenque, dass im Gegensatz zu anderen Pelota Felder keine Ringe hatte. Das Ziel in Palenque war es, dass der Ball den Boden nicht berührt hat, so eine Art Volleyball also. Echt witzig. Was nicht so witzig war, ist, dass der Gewinner oft geopfert wurde. Aber für die Leute von damals war das eine Ehre. Auf dem Rückweg auf der Rückseite der Pyramidenanlage findet man einen Wasserfall und man kommt durch einen tropischen Wald. Am Ende des Weges liegt das Museum mit Fundstücken aus der Anlage und der Geschichte Mexikos. Nach dem Besuch der Pyramidenanlage mussten wir uns auf den sehr langen Weg (5h) nach Campeche machen. Dort sind wir erst abends im "Hotel Castelmar" angekommen. Wieder ein sehr nettes Hotel und ein riesiges Zimmer. Nach einem Spaziergang an der Promenade entlang des Golfs von Mexiko, durch die Innenstadt, am Zócalo vorbei, gingen wir in ein tolles Restaurant auf Empfehlung von Marco. In Campeche gibt es hauptsächlich Fischgerichte, man merkt also, dass wir uns auf unserer Reise dem Meer nähern.

Wetter: bewölkt und unfreundlich, wenigstens etwas wärmer
Hotel: "Hotel Castelmar" - die größten Zimmer, scheint ein Familienbetrieb zu sein, das Frühstück war eher mau, aber dort waren wir eh nur eine Nacht
Ausstattung: 2 Kingsize-Betten, KEIN Fön, Internet kostenpflichtig, Steckdosen US-Standard, Pool
Restaurant: Fischrestaurant in der Nähe des Hotels - leider Namen vergessen, evtl. Marganzo


12. Tag der Rundreise, 15. Januar 2010

Der Tag heute war eher unspektakulär. Wir fuhren mit dem Taxi zum Busbahnhof (35 Peso) und von dort mit einem 1. Klasse Bus nach Mérida. Das Hotel "Casa del Balam" hatten wir ebenfalls mit dem Taxi erreicht (40 Peso) und dieses Hotel hatte das bisher schönste Zimmer. Am Nachmittag haben wir zu Fuß Mérida erkundet, waren in einen der Maya-Einkaufsläden und haben abends im "El Pórtico del Peregrino" (Calle 57 No. 501, Mérida) - echt nettes Lokal mit gutem Essen - das typische Pollo Pibil (Hähnchen in Bananenblättern) gegessen.

Wetter: in Campeche war es heute sonnig, leider war es in Mérida wieder bewölkt (scheint als fahren wir dem schlechten Wetter direkt nach)  
Hotel: "Casa del Balam" - die mit Abstand tollste Einrichtung der Zimmer, super netten Patio, in dem man auch Frühstücken konnte, nettes Restaurant, Service teilweise etwas unfreundlich, aber die meisten sehr nett
Ausstattung: 2 Kingsize-Betten, Fön, Internet kostenlos, Steckdosen US-Standard, Pool
Restaurant: "El Pórtico del Peregrino" (Calle 57 No. 501, Mérida)


13. Tag der Rundreise, 16. Januar 2010

Der Ausflug heute war wieder in der Gruppe. Abgeholte wurden wir von Ivan und die Reise ging heute nach Uxmal (= drei Mal) und nach Kabah (= Stadt ohne Namen). Uxmal war die erste Anlage, bei der man keinen Fluss oder See in der Nähe gefunden hat. Man hat dafür Wasserspeicher gefunden und es wird schnell klar, warum Chaak, Gott des Regens, des Donners, der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft für die Leute damals so wichtig war. Der Gott mit der Elefantennase taucht überall in den Fassaden der Gebäude auf. Dann fuhren wir die 15 min. nach Kabah und haben dort die Tempel besichtigt. Mittags kehrten wir mit der Gruppe in ein Restaurant ein und wie immer gab es mexikanische Spezialitäten (Menü war beim Ausflug dabei). Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und das haben wir genutzt, um noch ein wenig einzukaufen (piloncillos, Klamotten) und abends waren wir im Hotelrestaurant (pollo mit Shrimps und Steak mit Drei-Käse-Sauce + 2  Bananasplit)

Wetter: Regen und bewölkt, etwas wärmer, aber trotzdem frisch


14. Tag der Rundreise, 17. Januar 2010

Der letzte Tag der Rundreise beginnt. Der Weg führt uns nach Chichén Itzá. Auch diese Anlage war einfach nur beeindruckend. Von Hauptpyramide in New Chichén Itzá, die man jetzt auch nicht mehr erklimmen darf, bis zum Holy Water und Old Chichén Itzá. Alles einfach unglaublich. Vor allem das größte Pelota Spielfeld hat uns sehr beeindruckt.

Nach dem Mittagessen (Buffet im Ausflug dabei), das nicht so berauschend war, wechselten wir den Bus und auf einer eher abenteuerlichen Fahrt, ging es nach Valladolid. Die Reisegruppe, in dessen Bus sie uns gesteckt hatten, hatte nämlich noch einen Besuch einer Cenote und Valladolid Zentrum gebucht. Wir warteten derweilen im Bus. Die Fahrt war schon alleine deswegen abenteuerlich, da unsere Koffer zwischen den Reisenden hinten im Bus gequetscht wurden, der Reiseleiter auf unseren Koffer saß, Daniel und ich saßen vorne beim Fahrer, wobei mein Platz eher als Kinderplatz durchging ... hihihi ... Typisch! Wir waren froh als wir wieder nach langer Fahrt am Hotel in Playa del Carmen angekommen sind.

Abends durften wir sofort das tolle Abendessen im Shangri La (seit Dezember 2009 "Mahekal") genießen. Es gab mexikanisches Buffet und daher jede Menge fajitas, guacamole, frijoles...mmmmhhhhhh

Wetter: sonnig und warm (der erste richtig schöne Tag)


15. - 21. Tag der Reise, 18. - 24. Januar 2010

Ab jetzt heißt es faul sein, Sonne genießen, am Strand liegen und die letzten Tage mexikanisches Essen genießen.

Wetter: sonnig und warm, 2 Tage etwas windiger und daher höhere Wellen, aber insgesamt echt Glück gehabt mit Wetter
Hotel: "Shangri La" umbenannt Dezember 2009 in "Mahekal": Frühstück mehr als reichhaltig und auch mexikanische Spezialitäten, Essen mittags am Poolrestaurant super und von tacos, fajitas, Club Sandwich, quesadillas - alles dabei; Essen abends sehr abwechslungsreich - entweder Buffet oder 3 Gänge Menü; Zimmer genial und eigene Hängematte auf dem Balkon
Ausstattung: 1 Queensize-Bett, kein Fön, Internet kostenlos, Steckdosen US-Standard, Pool

Ein wunderschöner Urlaub geht zu Ende.