Reisebericht Mexiko und Ecuador Februar 2008
von Ronny Schönfelder
Hola Amigos,
ja ich bin´s schon wieder! Diesmal war ich allein unterwegs und meine Reise führte mich im Februar für 2 Wochen durch Mexico und anschließend für 3 Wochen nach Ecuador inklusive eines 2-wöchigen Sprachkurses. Leider beginnt in Ecuador im Januar die Regenzeit. Es gab allerdings keine andere Möglichkeit einen Zeitraum zu finden wo in Deutschland richtig schlechtes Wetter ist und in Mexico/Ecuador super Wetter. Aber eines war sicher, in den 2 Wochen Mexico würde es definitiv nicht regnen, da Trockenzeit.
In Mexio führt mich meine Reise wieder nach Querétaro. Es ist eine wunderschöne Stadt, ich kenne mich da bereits aus und die Stadt ist super zentral gelegen, so das man von da aus eine Reise durch Zentralmexico beginnen kann. Wer anspruchsvolles wandern mag sollte wie ich auf jeden Fall den "Peña de Bernal" (Fels von Bernal) besteigen. Angeblich einer der größten Monoliten der Erde (etwa 1h von Querétaro)!
Weiterhin besuchte ich die kolonialen Städte "San Miguel de Allende" und "Guanajuato". Guanajuato ist eine Universitätsstadt, dass merkt man vor allem am Abend. Die Straßen und Plätze sind gefüllt von jungen Menschen. Aber es ist nicht so wie in Deutschland, dass die Jugendlichen rumgammeln und sich sinnlos besaufen, sie sitzen einfach nur relaxt zusammen und haben einfach nur Spaß. Es gibt viele Bars, Restaurants und Café's. Die Stadt liegt in einem kleinen Tal umgeben von Bergen, daher gibt es sehr viele Tunnel welche sehr natürlich beibehalten worden also ohne Betonverkleidung. Es gibt auch eine Seilbahn mit der man auf einen der Berge fahren kann und einen wunderschönen Blick über die Stadt genießen kann. Ich bin leider nur tagsüber da gewesen aber man sollte lieber bis Einbruch der Dunkelheit warten, dann ist es einfach nur unbeschreiblich.
Danach ging es nach Guadalajara, eine große Stadt mit vielen Einkaufsstraßen, -zentren und Märkten. In Mexico gibt es oft überdachte Märkte und in Guadalajara gibt es einen sehr großen davon. Über 3 Etagen mit verschieden Abteilungen (Blumen, Obst, Gemüse, Fleisch, Geschenkartikel, Haushaltsmaterialien) auf relativ engem Raum aber wahnsinnig interessant. Man kann da auf jeden Fall auch gut und preiswert essen gehen und die unterschiedlichsten Tacos ausprobieren. Ich hab sehr oft auf Märkten oder in Bistros gegessen, rein gesundheitlich hab ich keine Probleme bekommen.
Und natürlich, wenn man in Guadalajara ist, muss man einen Ausflug nach Tequila machen um sich die Agaven-Plantagen anzuschauen, sich einen Eindruck über die Herstellung von Tequila zu machen und natürlich die verschieden lang gelagerten Sorten (Blanco, Reposado, Añejo) zu probieren.
Mit dem Bus ging es nun nach Puerto Vallarta. Ein Ort mit vielen Ausflugsmöglichkeiten. Puerto Vallarta bietet sich leider nicht sonderlich gut zum baden an, zumindest nicht, wenn man in der Altstadt wohnt. Und natürlich ist der Ort sehr touristisch. Aber wenn man einen Traumstrand ohne Touristen sucht sollte man einen Busausflug (1:50h) nach "Punta de Mita" machen. Als ich dort war, gab es lediglich ca. 10 Strandbesucher auf etwa 3km. Das gibt natürlich ein erholsames Feeling.
Wer noch nie einen Stierkampf gesehen hat kann in Puerto Vallarta immer Mittwochs zum "La Paloma Bullring" gehen und sich einen anschauen. Ist aber nicht ganz preiswert.
Zuletzt besuchte ich Mexico City. Ich habe dort lokale Freunde die mich durch die Gegend geführt haben. Ich glaube, allein in Mexico City ohne Guide oder Freunde ist man dort einfach nur verloren. Am 08.02. war coolerweise das Neujahrsfest in "Chinatown" von Mexico City mit Feuerwerk super Stimmung usw.! Jetzt haben wir das Jahr der Ratte.
Nun ging es für 1 Woche nach Quito (Ecuador). Dort muss man auf jeden Fall den "Mitad del Mundo" (Mittelpunkt der Erde) besuchen. Weiterhin sind von Quito aus viele Aktivitäten möglich. Ich entschied mich für eine Mountainbike-Tour im Cotopaxi Nationalpark beginnend auf 4700m Höhe und dann ging es downhill. Die Schneefallgrenze liegt übrigens bei ca. 5000m. Das heißt warme Klamotten und Regenjacke sind Pflicht um alles andere kümmern sich die Organisatoren. Ein weiterer Ausflug ging zum bekannten Markt von Otavalo. Am besten man nutzt einen der vielen Regionalbusse für 0,50USD. Der eigentliche Bekannte Markttag wo alle Touristen hinfahren ist immer Samstags. Aber eigentlich haben die jeden Tag Markttag. Ich war Freitags und ich glaube es ist authentischer, da so gut wie keine Touristen dort sind. Ich habe aber gehört das der Markt Samstags bunter und größer ist.
Übrigens, die 1. Woche Ecuador habe ich mit so gut wie kein Regen überstanden. Temperaturen zwischen 18°C und 23°C aber ist es immer angebracht eine Jacke mitzunehmen. Die Höhe sollte man auch nicht unterschätzen, es ist zwar oft den ganzen Tag bewölkt aber man kann dort auch bei Regenwetter Sonnenbrand bekommen. Als ich sah, dass sich sogar die Einheimischen mit Sonncreme eincremen obwohl Regenwetter zu erwarten war, hab ich Angst bekommen. Ich glaub wenn die sich eincremen sollte man das als Europäer auch tun.
Ecuador ist eigentlich nicht soweit von Mexico entfernt es gibt aber trotzdem einige Unterschiede. Die deutlichsten Unterschiede waren: Kein Toilettenpapier auf öffentlichen Toiletten. Wenn man Glück hatte gab es welches im Vorraum der Toilette aber definitiv nicht in der Kabine. Einheimische habe immer eine Rolle im Rucksack.
Telefonieren tut man dort hauptsächlich in so genannten "Cabinas", dass sind Läden in denen mehrere Telefonzellen stehen. Diese Telefonzellen haben sicherlich "Call by Call" Vorwahlnummer integriert somit kann man z.B. 10min nach Deutschland telefonieren für etwa 2USD. In Mexico hingegen gibt es an jeder Ecke die öffentliche Kartentelefone. Diese sind zwar grundsätzlich teurer allerdings gibt?s dort die Option "all you can call". Für 3 pesos kann man solange telefonieren wie man will (allerdings nur für City-calls).
Mit dem Bus (12USD) fuhr ich nun nach Cuenca. Die Reise dauerte 10h. Man kann aber auch fliegen. Ich glaube man sollte unbedingt mit dem Bus fahren, da die Gegenden die der Bus durchquerte, naturell atemberaubend war. In Cuenca wohnte ich das erstemal in meinem Leben bei einer Gastfamilie aufgrund des Sprachkurses. Sie war sehr nett und natürlich wissen die, was in der Stadt so los ist und was man machen kann wenn man Lange Weile hat. Somit machte ich gleich am nächsten Tag eine Trekkingtour im "Nationalpark Cajas" mit. Das schöne Wetter war nun allerdings vorbei. Es hat auf jeden Fall einmal am Tag geregnet, meist in den Nachmittagsstunden (zw. 13Uhr und 14Uhr). Hab mir dann erst mal eine Regenausrüstung gekauft (Regenschirm, Gummistiefel und Regenponcho)!
Die Schule hatte viele Aktivitäten nach dem Unterricht angeboten z.B. Kochunterricht, Tanzkurs, Kulturunterricht und Tagesausflüge am Wochenende. Die Einheimischen meinten es sei die Beste Sprachschule in Cuenca. Ich habe auch in Cuenca viele Ausflüge mit dem Regionalbus unternommen unter anderem zur bedeutendsten Inkastätte Ecuadors "Ingapirca", zu den "Ruinas de Cojitamba" und nach "Baños de Cuenca". Das ist ein Thermalbad etwa 30min von Cuenca entfernt und lädt zum relaxen ein, egal wie das Wetter gerade ist.
Wenn man in Ecuador ist sollte man unbedingt den Ecuadorianischen Film "Que tan lejos" anschauen. Er beschreibt sehr authentisch das Ecuadorianische Leben und wie die Leute da so sind. Es geht um die Busfahrt von Quito nach Cuenca und was einen auf dieser Strecke alles passieren kann. Und das ist die Realität.
Sowohl in Mexico als auch in Ecuador findet man überall diese Schuheputzer. Wer sich fragt wie teuer das wohl sei, brauch zumindest in Ecuador keine Angst zu haben. Ich hab es in Ecuador ausprobiert, es kostete mich 0,40USD. Einheimische meinen allerdings, dass es schon bis 1USD kosten kann. Aber man kann vorher fragen und sie machen es sehr professionell.
Übrigens, in Cuenca mit dem Taxi zu fahren ist preiswerter als in Deutschland mit dem Stadtbus zu fahren (Tagsüber 1,50USD, Nachttarif 2USD). Es gibt dort keine Taximeter, diese Tarife sind aber Standard und jeder kennt sie.
In Quito gibt's allerdings Taximeter und man sollte darauf achten, dass diese auch angeschaltet werden, anderenfalls bezahlt man das doppelte (aber das ist immer noch preiswert). Touristen müssen oft andere Preise bezahlen als Einheimische. Das ist aber nicht dass sie euch bescheißen wollen, dass ist offiziell so vorgesehen. Zum Beispiel in öffentlichen Einrichtungen wie Museen oder Nationalparks muss man mehr bezahlen. Eintritt für Touristen in Nationalparks ist 10USD für Einheimische allerdings nur 0,40USD.
So, dass soll's erst mal gewesen sein, mal sehen wo mich meine nächste Reise hinführt, sicherlich wieder nach Mittel-/Südamerika!
Muchos Saludos
Ronny Schönfelder
für Ihre ganz
persönliche Mexikoreise



















