Wanderung bei den Pueblos Macomunados

Vom 4. bis 7. August 2009 ging es für Familie Borkenhagen auf Wandertour zu den verschiedenen Gemeinden der Pueblos Mancomunados in der Sierra Norte von Oaxaca - knap 60 km nördlich von Oaxaca gelegen.

Die Bewohner der Sierra Norte nennen sich selber das Volk der Wolken und es gibt wohl kaum eine passende Bezeichnung.

Hier auf über 3000 m Höhe, hoch über den heißen und trockenen Zentraltälern Oaxacas befindet sich eine einzigartige Welt und ein Ökosystem das seinesgleichen sucht. Die Pinien-Eichenmischwälder wurden vom WWF als eine der reichsten und vielfältigsten der Erde qualifiziert und sie gehören, mit einem Alter von mehr als zwanzig Millionen Jahren, zu einem der ältesten noch existierenden Ökosystemen der Welt.

Viel Spass beim Lesen des interessanten Reiseberichtes:


Liebe Frau Schumann,
wie das so ist, wenn einen der Alltag wieder hat, dauern die schönen Sachen etwas länger.
Ich schicke heute einen kleinen Bericht von unserer Wanderung und ein paar dazugehörige Fotos von den Unterkünften und unterwegs.

Liebe Grüße
Birgit Borkenhagen
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Die Wanderung war super organisiert und entsprach voll und ganz der Beschreibung im Internet.

Besonders gefreut haben wir uns über die sprach- und sachkundige Begleitung durch Marie und Gordon. In jedem Dorf wartete auf uns eine sehr komfortable Unterkunft. Die Cabanas sind feste Stein-Bungalows mit bequemen Betten, Dusche und WC. Die Lage ist phänomenal, egal ob mit oder ohne Hängematte.

Da es nachts empfindlich kalt wurde (5°C), nutzten wir den Hauskamin und darüber hinaus war für ausreichend Decken gesorgt. Unterwegs benötigten wir feste Wander-Schuhe und für den Abstieg am dritten Tag Wanderstöcke, die gestellt wurden.

Am ersten Tag wanderten wir tatsächlich durch die Wolken, so dass unsere Regenbekleidung zum Einsatz kam. Beim Abstieg wurde es dann natürlich immer wärmer und wir nahmen zwischendurch sogar ein kleines Bad.

Auf unseren Wanderungen wurden wir immer von einem Dorfbewohner begleitet, der nicht nur den Weg, sondern auch die heimische Pflanzenwelt sehr gut kennt. Wir sahen nicht nur erstmalig diverse Pflanzen in freier Natur, wir probierten sie auch, z.B. die Blätter des Aspirinbaums und die Knolle einer Orchideenart.

Mein Mann hat die ganze Zeit wie wild fotografiert und ich habe nur gestaunt.
Regelmäßig rasteten wir und Marie hielt einen kleinen Imbiss für uns bereit. Nach jeder Wanderung (max. 5 h) erwartete uns ein wirklich vorzügliches Mal vor Ort. Von Fisch über Fleisch und Gemüse war alles dabei ? immer frisch zubereitet.

Nachmittags erkundeten wir das jeweilige Dorf, fotografierten, besuchten eine Heilerin, probierten Anis-Schnaps (catalan)und Agaven-Bier (pulque). Abends dann noch ein gemütliches Beisamensein in der Dorfgaststätte, ein Bierchen und und um halb zehn lagen wir in den Federn. Am nächsten Morgen war nämlich spätestens um halb neun Frühstück und dann ging es wieder los.

Die Wanderung ist mit ?normaler? Kondition gut zu schaffen. Wir waren schließlich die Ältesten und nur beim Abstieg musste die Gruppe manchmal auf mich warten, weil ich etwas ängstlich war. Es ging über herrliche Wiesen, steinige Pfade, verschlungene Wege, kleine Felsen und führte oft zu tollen Aussichtspunkten.

Ansonsten waren wir die einzigen, die die Wanderung komplett gebucht hatten. Andere Touristen stießen nur für einen oder zwei Tage zu uns.

Birgit Borkenhagen

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