Estado de Oaxaca

Oaxaca ist der fünftgrößte Staat Mexikos und an ethnischer Vielfalt kaum zu überbieten. Hier werden alte Traditionen und Bräuche gelebt und gepflegt, eine Vielzahl an Kunsthandwerk hergestellt und Trachten, Musik und Tänze spielen eine wichtige Rolle im Leben der Bevölkerung. Hier gibt es sehr fruchtbare Regionen aber auch ausgedörrte Landstriche und das Pro-Kopf-Einkommen liegt im Vergleich zu anderen Bundesstaaten sehr weit unten. Mixteken und Zapoteken bilden die größten Bevölkerungsgruppen neben ca. 14 weiteren ethnischen Gruppen. Oaxaca besitzt ein reiches kulturelles Erbe mit hunderten größeren und kleineren Ausgrabungsstätten. Die bekanntesten sind Monte Albán und Mitla. Der Tourismus ist Oaxacas Haupteinnahmequelle wobei die beliebtesten Ziele Oaxaca Stadt, Puerto Escondido, Puerto Angel bzw. Zipolite/Mazunte und Huatulco sind.


Convento in Oaxaca

Oaxaca Stadt

Oaxaca Stadt ist mit ca. 500.000 Einwohnern die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Die koloniale Vergangenheit ist hier an allen Stellen sichtbar und dem Besucher bietet sich ein sehenswerter Mix aus indianischem Erbe und Moderne. Die denkmalgeschützte Innenstadt zählt mit ihren stilvoll restaurierten Kolonialgebäuden und fröhlich, bunt bemalten Flachdachhäusern zum Weltkulturerbe. Die nahe gelegenen archäologischen Stätten Monte Albán und Mitla machen Oaxaca zum beliebten Touristenmagneten.Der autofreie und von hohen, Schatten spendenden Bäumen umgebene Zócale ist Mittel- und Treffpunkt Oaxacas. Hier spielen Musikgruppen, Luftballonverkäufer und Straßenhändler bieten ihre Waren feil.

Kakaobohnen markt in oaxaca

Bekannt ist die Stadt außerdem für seine Schokoladenbetriebe, wo man bei der Produktion zuschauen und die köstlichen Schokoladenvariationen probieren kann. Die Moles (Schokoladensoßen) sind Oaxacas bekannteste Spezialitäten und werden in den unterschiedlichsten Variationen zubereitet. Als Delikatesse gelten hier außerdem Grillos - Grillen oder getrocknete Chapulines - Heuschrecken und zum "Nachspülen" Mezcal, ein Agavenschnaps, der meist mit gusano = Wurm in der Flasche daherkommt. Oaxacas Stadtbild ist von sehenswerten Museen, prächtigen Barockkirchen, bunten Märkten und einer guten Gastronomie geprägt. Man sollte hier unbedingt einige Tage einplanen bzw. von hier aus Ausflüge in das indigene Hinterland unternehmen.


Naturwunder Hierve el Agua

Hierve el Agua

Das Naturwunder, Hierve el Agua (kochendes Wasser), liegt ca. 28 km von Mitla entfernt und wurde von den Zapoteken zur Bewässerung genutzt. Das Wasser wurde dazu über ein kilometerlanges Kanalsystem bis ins Tal geleitet. Besonders beeindruckend ist das Becken mit 22-25 Grad warmen Wasser, welches optisch bis zum Horizont reicht und somit interessante Fotos entstehen. Von hier aus bietet sich ein atemberaubender Blick über das Tlacolula Tal und  den versteinerten Wasserfall, der in strahlendem Weiß aus der Landschaft hervorsticht. Auf einem Rundwanderweg kann man dorthin gelangen und einen zweiten versteinerten Wasserfall, unter dem Becken, bewundern.


Älteste Baum der Erde El Tule

Arbol del Tule

Etwa 12 km von Oaxaca entfernt im Dorf Santa Maria del Tule steht der Arbol del Tule. Der Baumriese gehört zu den ältesten Bäumen der Welt und wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt. Er misst 42 m, hat einen Umfang von 58 m bei 14 m Durchmesser. Etwa 12 km von Oaxaca entfernt im Dorf Santa Maria del Tule steht der Arbol del Tule. Der Baumriese gehört zu den ältesten Bäumen der Welt und wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt. Er misst 42 m, hat einen Umfang von 58 m bei 14 m Durchmesser.


Ruinen von Monte Albán

Monte Albán

Monte Albán ist die größte und (gilt als) schönste aller Zapoteken-Stätten. 10 km westlich von Oaxaca liegt sie auf max. 1936 m Höhe auf einem abgetragenen Bergrücken. Von hier aus regierten die Zapotekenfürsten das Tal von Oaxaca und auf dem Höhepunkt ihrer Macht das gesamte südwestliche Mexiko. Die Besiedlung wird in fünf Phasen eingeteilt. Ca. 500-100 v.Chr. wurde es von den Olmeken gegründet (Phase 1) und 100 v.Chr. - 250 n.Chr. von den Maya mitgeprägt (Phase 2). In Phase 3 zwischen 250 und 750 n.Chr. entwickelte sich Monte Albán unter den Zapoteken zum religiösen und urbanen Zentrum und zählte über 25.000 Einwohner auf einer Fläche von ca. 20 qkm. Etwa ab dem Jahr 750 (Phase 4) verließen die Zapoteken Monte Albán aus unbekannten Gründen und gründeten im Oaxaca-Tal neue Städte. Später benutzten die Mixteken das bereits verfallende Monte Albán zur Bestattung ihrer Toten und setzten sich um 1200 hier endgültig fest (Phase 5). Die Ausgrabungsstätte umfasst mehr als 20 Komplexe und Pyramiden, welche sich um den ca. 300 x 500 m großen Hauptplatz gruppieren.


Ausgrabungsstätte Mitla in Oaxaca

Mitla

Abgeleitet vom aztekischen Wort "Mictlán" bedeutet Mitla Ort der Toten. Im Oaxaca-Tal war es nach Monte Albán das zweitwichtigste Zeremonialzentrum, ist jedoch mit fünf weit verstreuten Bautengruppen bedeutend kleiner. Gegründet wurde es um 100 n.Chr. und die Hauptgruppe, die Grupo de las Columnas, ist sehr sehenswert. Ab dem 10 Jh. wurde Mitla von den Mixteken übernommen. Diese waren beeindruckende Kunsthandwerker und beeinflussten den architektonischen Stil mit kunstvollen Wanddekoren aus geometrischen Steinmosaiken.


Die Strände Oaxacas

Strand von Puerto Escondido

Puerto Escondido

Puerto Escondido ist eine bedeutende Pazifik-Badestadt, die durch die Lage an mehreren Buchten und durch ihre sehr gute Infrastruktur immer mehr Urlauber anlockt. In den 70er Jahren entdeckten Hippies den Platz zum Surfen. Es gibt sehr viele Unterkünfte (jedoch keine Hotelburgen) und Restaurants aller Preisklassen, so dass sich Individualreisende und Komfortreisende dort wohlfühlen. Es ist das richtige Reiseziel, für diejenigen denen Acapulco zu groß und Puerto Ángel zu klein ist. Puerto Esondidos Strände sind nach wie vor ein bevorzugtes Ziel für Surfer aus aller Welt.


Puerto Ángel

Puerto Ángel ist ein kleines Fischerdorf von rustikaler Schönheit und liegt an einer malerischen, sichelförmigen Bucht zischen felsigen Hügeln zwischen Puerto Escondido (80 km) und den Bahías de Huatulco (50 km). Seine 5000 Einwohner leben hauptsächlich vom Fischfang und in bescheidenem Maße vom Tourismus. Puerto Angel ist ein Tipp für Reisende, die nach Ruhe und Entspannung suchen, oder nach anstrengenden Ruinenbesuchen einfach mal ein paar Tage am Strand "relaxen" wollen. Die Preise sind moderat und man findet viele einfache, preiswerte Unterkünfte.


Zipolite

Zipolite wird auch als das "alternative" Acapulco bezeichnet und hier treffen sich vor allem Backpacker aus der ganzen Welt. Die Unterkünfte sind überwiegend einfache, meist direkt am Strand gelegene Hütten. Die breiten Sandstrände laden zum relaxen ein und auch für das leibliche Wohl ist durch die vielen Strandrestaurants gesorgt. Vorsicht ist geboten vor der teils lebensgefährlichen Brandung und auch gefährliche Unterströmungen sollten nicht unterschätzt werden.


San Agustinillo

Das kleine Dorf San Agustinillo ist etwa 3,5 km westlich von Zipolite gelegen. Seine wunderschöne sichelförmige Bucht mit den hohen Wellen ist vor allem bei Bodysurfern sehr beliebt. Es gibt einige kleinere, einfache Unterkünfte und Strandrestaurants.


Meeresbiologe mit Schildkröte in Mazunte

Mazunte

Mazunte ist ein verschlafenes Dörfchen. Hier geht es sehr ruhig vor sich und man kann den hübschen Strand geniessen. Besonders sehenswert ist das "Centro Mexicano de la Tortuga", ein Schildkrötenmuseum in Ortsmitte. Hier ziehen Meeresbiologen verschiedene Arten von Schildkröten auf und Besucher erfahren viel Wissenswertes über die faszinierenden Tiere, von denen er sieben Arten (von weltweit acht) dieser vom Aussterben bedrohten Spezien bewundern kann. Auch Schildkrötentouren zum nahe gelegenen Korallenriff werden angeboten.


La Ventanilla

Etwa 2,5 km nordwestlich von Mazunte gelangt man zum kleinen Fischerdörfchen "La Ventanilla". Von dort aus können Bootstouren in die nahe gelegene Mangroven-Lagune unternommen werden. Wasservögel, Leguane und oft auch Krokodile können vom Besucher beobachtet werden.


Strand von Huatulco

Huatulco

Der Tourismusort Huatulco hat ca. 30.000 Einwohner und wurde wie Canún von der mexikanischen Tourismusbehörde konzipiert. 1988 wurden dort die ersten Hotels eröffnet. Insgesamt gehören zu dem Projekt 9 Buchten, die "Bahías de Huatulco", die unter dem Namen Huatulco zusammengefasst sind. Das touristische Leben spielt sich momentan überwiegend in den neu- und ausgebauten Orten "La Crucecita" und "Santa Cruz" mit den dazugehörigen Buchten "Santa Cruz", "Bahía Chahué" und "Bahía Tangolunda" statt. Insgesamt erstrecken sich die neun Badebuchten auf 35 km Küstenlänge und es soll hier bis zum Jahr 2020 eine perfekt ausgebaute touristische Infrastruktur entstehen vor allem für Urlauber mit gehobenen Ansprüchen, von denen jährlich ca. 2 Mio hier ihren Urlaub verbringen sollen.


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