Urlaub im Kupfer Canyon

Man kann seinen Urlaub an vielen schönen Orten in Mexiko verbringen. Doch ein Reiseerlebnis wird Sie ganz bestimmt nicht loslassen: eine Zugfahrt mit dem legendären Chepe im Norden Mexikos.

Eine Zugfahrt mit dem Chepe im gewaltigen Schluchtensystem der Barrancas del Cobre entschleunigt. Steile Streckenabschnitte bewältigt der Zug mit gerade mal 15km/h. Immerhin muss er knapp 2.400 Höhenmeter überwinden. Neben dem technischen Wunder erwarten Sie auch die schönsten Naturszenerien. Zuerst sind es die Kakteenwälder, dann tropische Palmen, Bananenplantagen sowie Mangobäume und schließlich der überwältigende Kupfer Canyon selbst, der Sie aus dem Staunen nicht herauskommen lässt.

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Kupfer Canyon Reisebaustein

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  • 5 Tage
  • von Los Mochis bis Chihuahua oder v.v.
  • engl./spanischsprachige Reiseleitung
  • ab 2 Personen

Kupfer Canyon Rundreise

Diese unvergessliche Zugreise bringt Sie in eine der entlegensten Regionen der Erde. Entdecken Sie Mexikos Kupferschluchten mit dem »Chepe« und genießen Sie magische Ausblicke.


  • 7 Tage
  • von Los Mochis bis Chihuahua
  • deutschsprachige Reiseleitung
  • 2–12 Teilnehmer

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Unterwegs im Kupfer Canyon

Die Eisenbahnfahrt mit dem Chepe (Regional) ist wie eine Reise in eine längst vergessene Zeit. Er fährt zwischen Chihuahua und Los Mochis und die Fahrt dauert planmäßig 15 Stunden. Zwar fährt der Zug in beide Richtungen, aber vom Pazifik in Richtung Landesinnere (Los Mochis - Chihuahua) erweist sich die Route als schöner. Schließlich wird es in Mexiko früh dunkel und der Streckenabschnitt zwischen El Fuerte - Divisadero - Creel muss im Hellen erlebt werden! Von Los Mochis nach Chihuahua kann man dienstags, freitags und sonntags starten. In umgekehrte Richtung gibt es Abfahrten montags, donnerstags und samstags. Zusätzlich gibt es seit geraumer Zeit den Chepe Express, welcher täglich zwischen Los Mochis und Creel verkehrt.

Auf der insgesamt 653 km langen faszinierenden und abwechslungsreichen Strecke werden nicht nur 37 große Brücken und 86 Tunnel passiert, einmal winden sich die Schienen sogar mit 360 Grad um ein Tal. Es erwarten Sie spektakuläre Naturszenerien: steil abfallende Steinwände, zerklüftete Täler, launenhafte Felsformationen, mächtige Bergkuppen und subtropische Wälder.

Die Fahrt kann an den einzelnen Bahn-Stationen für einen oder mehrere Tage unterbrochen werden. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten für Ihre Individual-Route durch die abgeschiedene Bergwelt der Tarahumara-Indianer.

Von Los Mochis über El Fuerte nach Bahuichivo

Mit der Fähre oder dem Flieger kommen Sie in Los Mochis an: dem Startpunkt der Reise. In der Stadt mit schwül-warmen Klima hält sich jedoch niemand lang auf. Das nächste Ziel ist deshalb die historische Missions- bzw. Kolonialstadt El Fuerte. Entlang kopfsteingepflasterter Straßen erheben sich beeindruckende Herrenhäuser, die von den Blütezeiten des Gold- und Silberabbaus in der Region zeugen. Am nächsten Tag geht es mit dem Chepe die erste Etappe weiter nach Bahuichivo.

Cerocahui

Von der Bahnstation wird man abgeholt und zum nächstgelegenen Dörfchen Cerocahui gebracht. Zentrum des Dorfes ist das Hotel Mision und direkt daneben steht eine alte Missionskirche, welche im 17. Jahrhundert vom den Jesuiten-Pater Salvatierra gegründet wurde.

Von der alten Missionsstation können wunderschöne Ausflüge in die Bergwelt unternommen werden, entweder zu Fuß oder per Pferd. Eine leichte bis mittelschwierige Wanderung ist z.b. die Wanderung zum nahegelegenen Huicochi Wasserfall. Auch einen Besuch im Internat für Tarahumara Mädchen sollten Sie nicht verpassen, klopfen Sie einfach an und fragen Sie die Schwestern, ob Sie einen Blick in das Internat werfen dürfen.

Von Bahuichivo nach Posada Barrancas

Die Reise mit dem Chepe geht weiter. Nach einer Abfolge von 9 Tunneln und 5 Brücken ist der nächste Stopp Posada Barrancas - hier steht direkt am Canyonrand das Hotel Mirador, ein Hotel mit Holzfäller-Atmosphäre. Am Abend kann von der Hotelterrasse der Sonnenuntergang bewundert werden und es wird einem regelrecht schwer ums Herz, wenn man dieses unglaubliche Panorama vor sich hat.

Die Gegend lädt zu herrlichen Spaziergängen direkt zum Rande des Canyons ein und mit jedem Schritt ändert sich das Bild des gigantischen Schluchtensystems.

Aber auch die Technik hat Einzug in den Kupfer Canyon genommen. So findet man im Abenteuer Park »Barrancas del Cobre« eine imposante Seilbahnanlage mit einer Strecke von 2.750 m. Die »teleférico« bringt ihre Besucher in 10 min zu dem beeindruckenden Aussichtspunkt »Mesa de Arturo«, mit einem wunderschönen Panoramablick auf das Canyonsystem. Hier können Sie 20 min verweilen und die imposante Aussicht geniessen. Wer es noch aufregender mag, wagt sich auf die Ziplines (Stahlseile, die über die Schluchten gespannt sind und an denen man gut gesichert herrunterrollen/schwingen kann). Die Strecke verläuft über 5 km und 7 Stationen und Sie erreichen eine Geschwindigkeit von 65 bis 100 km/h. Beim Ziprider wird der Adrenalinpegel wohl am meisten angekurbelt. Auf einer 2.550 m langen Fahrt (ohne Zwischenstationen!) können Sie in nur 10 sec eine Geschwindigkeit von von über 100 km/h erreichen. Am Ende wandern Sie ca. 700 m bergauf zur »La Mesa de Arturo«, von wo Sie mit der Seilbahn zurück fahren.

Batopilas

Eine kurvig turbulente Autofahrt führt in das etwa 130 km südlich von Divisadero gelegene Silberminendorf Batopilas. Unterwegs passiert man sagenhafte Aussichtspunkte wie z.B. La Bufa und spaziert im Ort entlang herrlicher Plätze und Brücken. Ein imposantes Äquadukt aus dem 19. Jh. lässt sie in die Geschichte der Entdeckung der Silbervorkommen eintauchen. Rund um Batopilas können die Cathedral Perdida (»verschwundene Kirche«) in Satevo, der Dreifachdom aus dem 17. Jh. und weitere historische Gebäude im Rahmen verschiedener Ausflüge erkundet werden.

Von Posada Barrancas nach Creel

Das Herzstück des gewaltigen und zerklüfteten Canyons markiert die heutige Strecke. In Divisadero hält der Zug für 20 Minuten, damit alle Passagiere einen Blick über die gigantischen 1.500 steil abfallenden Felshänge werfen können. Schäumende Wasserfälle und gewaltige Canyons säumen den Weg.

Es geht bergauf bis man in Los Ojitos ankommt. Bizarre Felsen prägen den höchsten Punkt der Reise auf 2.400 m Höhe. In Creel steigen die meisten Leute aus. Das beschauliche Städtchen mit der klaren Bergluft ist Western-Feeling pur, die Einwohner tragen gerne mal ausgewaschene Jeans, Cowboystiefel und die dazu passenden Hüte. In der Mitte des Plaza de Armas befindet sich eine Statue des Namensträgers des Ortes – Enrique Creel, einst Präsident der ehemaligen Bergbaugesellschaft.

In Creel können der tiefblaue Arareco-See und die Cascada de Basaseachi, der zweithöchste Wasserfall Mexikos besucht werden, der sich inmitten der rauen Bergwelt mit 246 m in ein kleines Felsbecken ergießt. Einen Besuch ist auch unbedingt das kleine Dörfchen San Ignacio de Arareco mit der gleichnamigen Missionskirche wert. Auf dem Weg dorthin streift man das Valle de las Ranas (Tal der Frösche) und Valle de los Hongos (Tal der Pilze) mit seltsam geformten Steinen. Empfehlenswert ist auch der Besuch der Cueva de Sebastián, für ein geringes Entgelt kann man dort eine Tarahumara-Familie besuchen und ihre Höhle entdecken. Sie werden Sich wundern, wie gut die Tarahumara ihr Leben in der Höhlenwohnung meistern und organisieren.

Die Tarahumara sind einer der ursprünglichsten Indianerstämme Mexikos. Sie stammen von einem mongolischen Volk ab, das vor ungefähr 15.000 - 20.000 Jahren als Jäger und Sammler von Asien über die Behring-Straße auf den amerikanischen Kontinent gekommen ist und sich dann später mit den Azteken vermischt hat. Der Name Tarahumara wurde ihnen von den spanischen Eroberern aufgezwungen. Sie selbst bezeichnen sich als Rarámuri. Frei übersetzt bedeutet das: „Fußläufer“ oder „die mit den leichten Füßen“.

Von Creel nach Chihuahua

Weitere 170 km durch meist trockenes, teils landwirtschaftlich genutztes Land führen nach Chihuahua. Chihuahua ist die Hauptstadt des gleichnamigen größten Bundesstaates Mexikos. Auf 1.300 m Höhe ist sie von wüstenartiger Landschaft und kahlen Bergkuppen umgeben. Touristisch gesehen gibt es hier wenig Nennenswertes, sehenswert ist u.a. das Revolutionsmuseum im ehemaligen Hause des legendären Revolutionsführer Pancho Villa.


Wie kommt man am besten zum Kupfer Canyon?

Am besten fliegt man nach Chihuahua oder Los Mochis, da die Anreise mit dem Bus doch sehr langwierig ist. Als einzige Schifffahrtslinie verbindet Baja Ferries das mexikanische Festland mit der Baja California. Die Strecke Topolobampo/Los Mochis nach La Paz wird täglich außer samstags bedient. Von La Paz nach Topolobampo/Los Mochis steht die Fähre hingegen am Sonntag still.

Bester Platz im Chepe und Ihre Sicherheit

Oft liest man, dass die Sitzplätze auf der rechten Seite wohl die besten seien. Tatsächlich kann man jedoch keine Sitzplätze vorab reservieren, diese werden beim Einsteigen vom Zugpersonal zugewiesen. Zudem bietet auch ein Sitzplatz auf der linken Seite eine tolle Sicht. Am besten lässt sich die Fahrt eh im Stehen, an den geöffneten Fenstern der Wagontüren, erleben. Oder man besucht das Bordrestaurant, hier gibt es tolle Panorama-Fenster, wo man das Getränk seiner Wahl mit bester Aussicht geniessen kann.

Wann ist die beste Reisezeit für den Kupfer Canyon?

Die Kupferschluchten können ganzjährig bereist werden. In den Wintermonaten liegt auf den durchschnittlich 2.800 m hohen Berggipfeln Schnee. In den Tälern herrscht das ganze Jahr über subtropisches Klima.

Kleidung: Leichte Sommerkleidung in den Sommermonaten (April bis Oktober) und wärmende Kleidung (nach dem »Zwiebelschalenprinzip«) für eventuelle Kälteeinbrüche in den Wintermonaten. Die Regenzeit von Juni bis September sorgt für eine üppige Vegetation; in der Trockenzeit von Oktober hingegen ist es karger.

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